2008.03.16 Neuss : RWO und Union Berlin auf Aufstiegskurs

Rot-Weiß Oberhausen hat durch ein 4:2 (3:1) gegen Verl am 26. Spieltag der Regionalliga Nord Rang eins zurückerobert. Neuer Zweiter ist Union Berlin nach Sieg über Babelsberg.

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Rot-Weiß Oberhausen ist neuer Tabellenführer

Aus der zweiten Bundesliga in die Oberliga und wieder zurück in nur drei Jahren: Rot-Weiß Oberhausen könnte mit zwei Ab- und zwei Aufstiegen in Folge Geschichte schreiben. Nach dem 4:2 (3:1)-Sieg gegen Mitaufsteiger SC Verl übernahm der frühere Bundesligist überraschend die Tabellenführung in der Regionalliga Nord und träumt nun von einer Rückkehr in den Profifußball.

"Wir haben uns mit dem zehnten Tabellenplatz schon ein hohes Ziel gesetzt. Wenn aber niemand anders aufsteigen will, dann sagen wir auch nicht nein", erklärte RWO-Trainer Hans-Günter Bruns und meldete erstmals öffentlich höhere Ansprüche an. Mit 44 Punkten nach 26 Spieltagen bleibt der Aufsteiger, der 2005 aus der zweiten Liga abstieg und bis in die Oberliga durchrutschte, mindestens bis Mittwoch Erster. Dann könnte sich Fortuna Düsseldorf bei einem Erfolg gegen Dynamo Dresden wieder an die Spitze setzen.

Neuer Tabellenzweiter ist der 1. FC Union Berlin, der das Derby beim SV Babelsberg 03 glatt 3:0 (2:0) für sich entschied und nun 43 Zähler auf seinem Konto hat. Der Wuppertaler SV Borussia hielt dank eines 2:1 (2:1)-Erfolges bei Schlusslicht VfL Wolfsburg II Anschluss zur Spitze, liegt nur einen Punkt hinter dem zweiten Aufstiegsplatz. Es war der erste Sieg unter der Regie des neuen WSV-Trainers Wolfgang Frank.

Auch Rot Weiss Ahlen kletterte in der Tabelle. Durch ein 3:0 (1:0) gegen die Reserve des Hamburger SV mischen die Münsterländer nun mit 41 Punkten ganz vorne mit. Rot-Weiß Essen musste im Kampf um Rang zehn, der zur Teilnahme an der neuen dritten Liga berechtigt, einen Rückschlag hinnehmen. Bei Eintracht Braunschweig unterlag RWE 1:2 (1:0).

"Unser Sieg war nie gefährdet, auch wenn wir nach den Platzverweisen einen Gang zurückgeschaltet haben", befand Ahlens Trainer Christian Wück nach dem vierten Sieg in den letzten fünf Spielen. Beim HSV II waren Tunay Torun (Gelb-Rot/30.) und Vadis Odjidja-Ofoe (Rot/44.) noch vor der Pause vom Platz geflogen.

Braunschweigs Trainer Benno Möhlmann atmete nach dem schmeichelhaften Sieg vor 16.200 Zuschauern gegen Essen ganz tief durch. "Wir haben heute unverdient gewonnen. Langsam ist unser Glück aufgebraucht, wir sollten mal wieder besser spielen als der Gegner", forderte Möhlmann. Sein Essener Kollege Heiko Bonan war dagegen untröstlich: `Bis zur Gelb-Roten Karte gegen Tim Erfen, die für einen Bruch gesorgt hat, waren wir die klar bessere Mannschaft. Diesen Spielausgang hatte die Mannschaft nicht verdient. Braunschweig zog durch den Erfolg an RWE vorbei und belegt nun Platz elf.

Der 1. FC Magdeburg feierte beim 1:0 (1:0) in Lübeck trotz zweier vergebener Foulelfmeter den ersten Auswärtssieg seit August 2007 (1:0 beim SC Verl). "Es war ein wichtiger Sieg. Wenn uns früh ein zweites Tor gelungen wäre, hätten wir hier auch höher gewinnen können", sagte Magdeburgs Trainer Paul Linz. Bei den Lübeckern verletzte sich in der Schlussphase Torhüter Achim Hollerieth. Da schon dreimal gewechselt worden, ging Angreifer Claudius Weber ins Tor.

Borussia Dortmund II feierten einen 2:0 (2:0)-Heimsieg gegen Energie Cottbus II. Die Treffer von Sebastian Hille (30.) und Denis Omerbegovic (33.) waren die ersten BVB-Stürmertore seit dem 11. Dezember. Kickers Emden setzte sich mit 2:1 (0:0) gegen Werder Bremen II durch.