2008.03.17 Neuss : IOC hofft auf friedliche Lösung in Tibet

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hofft auf eine friedliche Lösung in Tibet. Nach Angabe von IOC-Präsident Jacques Rogge hat noch keine Regierung zum Boykott aufgerufen.

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IOC-Präsident Jacques Rogge

Nach den blutigen Unruhen in Tibet hofft das Internationale Olympische Komitee (IOC) auf eine friedliche Lösung des Konflikts und die Einbehaltung der Route des Fackellaufes vor den Sommerspielen in Peking. "Das IOC ruft zu einer friedlichen Lösung nach den Ereignissen in den vergangenen Tagen auf", heißt es in einem IOC-Statement. IOC-Präsident Jacques Rogge erklärte zudem, dass es bislang von keiner Regierung eine Boykott-Forderung gegeben habe.

Die Olympische Flamme sei ein starkes Symbol, das die Menschen dieser Welt dazu bringen kann, ihre Differenzen zu überwinden. "Das IOC hofft, dass die Fackel ihre Route wie vorgesehen bewältigen kann", so der Wortlaut. Geplant ist der Aufstieg der Fackel hinauf auf den Mount Everest, dem über 8850m hohen Dach der Welt im Himalaya-Gebirge.

Bei den Aufständen in der vergangenen Woche in der zu China gehörenden autonomen Region Tibet soll es nach Angaben der tibetischen Exil-Regierung in Dharamshala/Indien rund 80 Tote gegeben haben, während die Chinesen davon sprachen, dass Aufständische 13 "unschuldige Zivilisten" ermordet hätten.