2008.03.18 Neuss : Deutsche Wasserspringer gehen auf Medaillenjagd

Für die Schwimm-EM in Eindhoven haben sich Deutschlands Wasserspringer hohe Ziele gesetzt. "Wir können in allen zehn Wettbewerben Medaillen holen", gibt Walter Alt den Kurs vor.

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Sascha Klein zählt zu den Medaillenfavoriten

Bei den Europameisterschaften 2006 in Budapest sammelten Deutschlands Wasserspringer jede Menge Edelmetall und auch bei der Schwimm-EM in Eindhoven will das Team um den neuen Hoffnungsträger Sascha Klein ab heute wieder Medaillen holen. "Wir sind gewappnet. Wir können in allen zehn Wettbewerben Medaillen holen", meinte Walter Alt, Fachsparten-Vorsitzender im Deutschen Schwimm-Verband (DSV), der im Gegensatz zur Absageflut bei den Schwimmern aus dem Vollen schöpfen kann.

Das Hauptaugenmerk liegt auf Turmspringer Klein. "Ich bin überzeugt, dass sein Sieg bei der Olympia-Generalprobe in Peking keine Eintagsfliege war", erklärte Alt: "Der Bursche ist nervenstark und springt aktuell die schwierigste Serie der Welt." Klein soll die Lücke von Vize-Europameister Heiko Meyer schließen, der seine aktive Karriere nach Verletzungsproblemen beendet hat. Hauptwidersacher des 22-jährigen Aacheners wird Russlands Titelverteidiger und Weltmeister Gleb Galperin sein, der beim Weltcup in Peking nicht am Start war.

Subschinski/Gamm peilen Titelverteidigung an

Zusammen mit seinem Berliner Partner Patrick Hausding geht Klein auch noch im Synchronspringen vom Turm an den Start. Dort wollen Nora Subschinski (Berlin) und Annett Gamm (Dresden) ihren Titel ebenso erfolgreich verteidigen wie die beiden Routiniers Andreas Wels (Halle) und Tobias Schellenberg (Berlin) vom 3-m-Brett.

Bei einem starken Abschneiden könnten die DSV-Springer ihr Ergebnis von 2006 in Budapest mit zweimal Gold, fünfmal Silber und einmal Bronze übertreffen und Russland die Spitze in Europa streitig machen. Als Qualifikation für Olympia gelten allerdings allein die deutschen Meisterschaften vom 29. Mai bis 1. Juni in Berlin.