2008.03.20 Neuss : Arminia Bielefeld: Dammeier beerbt Saftig

Arminia Bielefeld bekommt einen neuen Sportdirektor. Detlev Dammeier wird der Nachfolger von Reinhard Saftig und soll den Verein aus dem Tabellenkeller der Bundesliga befreien.

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Bielefeld bekommt neuen Sportdirektor: Dammeier kommt für Saftig

Bundesligist Arminia Bielefeld will sich aus dem Tabellenkeller der Liga befreien, der erste Schritt für den Erhalt des Tabellen-16. in der Bundesliga ist der Wechsel des Sportdirektors. Der ehemalige Arminia-Mittelfeld-Spieler Detlev Dammeier beerbt Reinhard Saftig. Dammeier, der bisherige Trainer der Oberliga-Amateure, spielte bis 2006 im Trikot der Arminia. Der 39-Jährige unterzeichnete einen Vertrag bis 30.Juni 2009 als Geschäftsführer Sport und soll helfen, den Abstieg zu vermeiden.

"Er kennt die Strukturen des Vereins und weiß, wo er ansetzen muss", sagte Präsident Hans-Hermann Schwick bei der Vorstellung Dammeiers am Donnerstag: "Ich hoffe, dass er seine Stärken im Abstiegskampf einbringen kann." Dammeier, der seit zwei Jahren auch Leiter der Jugend- und Amateurabteilung der Ostwestfalen ist, hatte nach der Entlassung von Trainer Ernst Middendorp im letzten Hinrundenspiel im Dezember als Interims-Coach ausgeholfen (2:0 gegen Meister VfB Stuttgart). "Ich freue mich auf die Aufgabe, das ist ein Superjob", sagte der Saftig-Nachfolger, der seinen für den Sommer geplanten Fußball-Lehrer-Lehrgang vorerst verschieben will: "Ich kenne die Mannschaft, das ist sicherlich ein Vorteil für mich." Sein Vorgänger Saftig war am 26. Februar beurlaubt worden.

Auch externe Kandidaten waren im Gespräch

Die Arminia hatte auch mit externen Kandidaten gesprochen, unter anderem sollen der frühere Münchner Profi Oliver Kreuzer und der Ex-Armine Uwe Fuchs (derzeit Trainer des Regionalligisten VfB Lübeck) im Gespräch gewesen sein. Dammeier war als Spieler 2000 nach den Stationen Hannover 96, Hamburger SV und VfL Wolfsburg zu den Ostwestfalen in die zweite Bundesliga gewechselt. Mit Bielefeld stieg er 2002 und 2004 ins Oberhaus auf, ehe er 2006 seine Profi-Laufbahn nach 248 Bundesliga- und 275-Zweitliga-Spielen beendete.