2008.03.20 Neuss : Bei Houston ist die Luft raus, Miami am Tiefpunkt

Nach dem Ende der Siegesserie gegen Boston gab es für die Houston Rockets beim 69:90 gegen New Orleans die nächste Pleite. Noch weniger punktete Miami Heat beim 54:96 in Toronto.

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Vergeblich gepredigt: Rockets-Coach Rick Adelman mit Chuck Hayes (l.) und Luis Scola

Bei den Houston Rockets ist die Ernüchterung über das Ende ihrer Rekord-Siegesserie augenscheinlich größer als gedacht. Einen Tag nach der Pleite bei den Boston Celtics, die das Ende der mit 22 Siegen zweitlängsten "Streak" in der Geschichte der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA bedeutete, unterlagen die Texaner auch den New Orleans Hornets - und das mit 69:90 mehr als deutlich. "Es hat einfach nicht mehr gereicht, in den letzten beiden Spielen über die Grenze zu gehen", sagte Rockets-Forward Shane Battier.

Besonders Tracy McGrady hatte in den jüngsten beiden Matches einen schweren Stand. Seit dem verletzungsbedingten Saisonaus von Center Yao Ming konzentrieren sich die gegnerischen Verteidiger auf den verbliebenen Rockets-Star. Nach nur acht Punkten gegen Boston kam McGrady nun auf 15 - immer noch deutlich unter seinem Punkteschnitt von 21,8. "Er wird ständig gedoppelt, wir müssen es ihm leichter machen", nimmt Rick Trainer Adelman den Rest des Teams in die Pflicht. Zu Herzen nahm sich dies gegen die Hornets eigentlich nur Ersatz-Center Dikembe Mutombo: Der 41-Jährige punktete zum ersten Mal seit dem 10. Februar 2007 zweistellig, garnierte seine zehn Zähler mit 13 Rebounds und zwei Blocks.

Zur Halbzeit lagen die Rockets noch mit fünf Punkten vorne (44:39), brachten dann aber in den letzten 24 Minuten nur noch 25 Punkte zustande. Mann des Tages bei New Orleans war Ex-Rocket Bonzi Wells, der in nur 26 Minuten 25 Punkte erzielte. Die Hornets liegen nach dem Erfolg gleichauf mit den Los Angeles Lakers auf Platz eins der Western Conference, Houston ist Dritter.

Heat auf Platz drei der ewigen "Schlechtenliste"

Die 69 Punkte der Rockets wurden derweil noch deutlich unterboten. Die gebeutelten Miami Heat kassierten mit 54:96 gegen die Toronto Raptors ihre 55. Niederlage im 67. Spiel und erreichten dabei die drittgeringste Punkteausbeute der NBA-Geschichte seit Einführung der Schussuhr in der Saison 1954/55. "Wir wollten nicht gedemütigt werden", sagte Heat-Coach Pat Riley, stieß aber besonders bei Chris Bosh auf taube Ohren: "Man erreicht gar nichts in dieser Welt, wenn man nur auf Sympathien aus ist, besonders nicht in der NBA", sagte der Raptors-Forward, mit dessen Comeback nach zehn Spielen Verletzungspause die fünf Spiele dauernde Niederlagen-Serie der Raptors endete. Bosh hielt sich noch zurück, kam auf acht Punkte und ebensoviele Rebounds.

In einer Neuauflage des letztjährigen Ost-Finals gewannen die Cleveland Cavaliers mit 89:73 gegen die Detrot Pistons. LeBron James war mit 30 Punkten einmal mehr Topscorer.

Die Spiele des Tages in der Übersicht:

Toronto Raptors - Miami Heat 96:54, Philadelphia 76ers - Denver Nuggets 115:113, Orlando Magic - Washington Wizards 86:87, Indiana Pacers - Charlotte Bobcats 102:95, New Jersey Nets - Atlanta Hawks 125:117, Cleveland Cavaliers - Detroit Pistons 89:73, New Orleans Hornets - Houston Rockets 90:69, Minnesota Timberwolves - Memphis Grizzlies 98:94, Seattle SuperSonics - Phoenix Suns 98:110, Los Angeles Clippers - Golden State Warriors 100:116