2008.03.20 Neuss : Trainer Brand kämpft mit personellen Sorgen

Auf acht Spieler muss Bundestrainer Heiner Brand in der Vorbereitungsphase für Peking verzichten. "Die Situation ist alles andere als zufriedenstellend", bedauert Brand.

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Schwierige Aufgabe für Heiner Brand in Innsbruck

Die Vorbereitung der deutschen Handball-Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele in Peking laufen, jedoch muss Trainer Heiner Brand in der Vorbereitungsphase immer wieder herbe Rückschläge in Sachen Personal einstecken. Heute geht es für den Weltmeister zum Vierländer-Turnier nach Innsbruck, dort muss der Bundestrainer auf gleich acht Spieler verzichten. Brand ist daher wenig begeistert: "Die Situation ist für mich alles andere als zufrieden stellend, aber ich muss mit den Gegebenheiten der Bundesliga auskommen", sagte der Gummersbacher.

Acht Spieler muss Brand ersetzen

So wird der Hamburger Pascal Hens vor der entscheidenden Phase in Meisterschaft und Champions League nach seinen Rückenproblemen geschont. Zudem stehen der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) Torsten Jansen (Muskelfaserriss in der linken Wade), Markus Baur (Bänderverletzung im Sprunggelenk), Michael Kraus (Wadenprobleme), Sebastian Preiß (Nachwehen einer Zahn-OP), Oleg Velyky (Hautkrebs und Kreuzbandriss), Stefan Schröder (Kahnbeinbruch in der linken Hand) und Christian Zeitz (Reha nach Schulterverletzung) nicht zur Verfügung.

Daher sagt Brand vor dem Turnierstart heute (18.00 Uhr) gegen den mehrmaligen Afrikameister Tunesien: "Die Verletzungen beeinträchtigen unsere Olympia-Vorbereitung erheblich und befähigen uns nicht, um den Turniersieg mitzuspielen." Weitere Gegner des EM-Vierten sind am Freitag (20.00 Uhr) Gastgeber Österreich und am Samstag (18.00 Uhr) Rekord-Europameister Schweden.

Dabei schmerzen Brand besonders die Ausfälle auf der Spielmacherposition von Baur und Kraus, der nach seiner Aussortierung nach der EM begnadigt wurde und sein Comeback geben sollte. Neben neun Spielern aus dem EM-Kader gibt Michael Müller vom TV Großwallstadt sein Debüt im Nationaltrikot.

Nach Vierländer-Turnier geht es in die heiße Phase

Nach der Veranstaltung in Innsbruck, die Österreich auch als erster Test für die EM 2010 dient, geht die Olympia-Vorbereitung in die heiße Phase. Vom 9. bis 20. Juni ruft der Coach seine Spieler zunächst in Köln zu einem Konditions-Lehrgang zusammen, es folgt vom 24. Juni bis 6. Juli ein Lehrgang in Kaiserau. In dessen Rahmen werden am 5./6. Juli zwei Länderspiele gegen noch nicht bekannte Gegner ausgetragen. Einem Lehrgang vom 9. bis 20. Juli in Südtirol schließen sich in Stuttgart (19. Juli) und Mannheim (20. Juli) zwei Spiele gegen Schweden an. Den Abschluss der Vorbereitung bildet ein Lehrgang in Halle/Westfalen (23. bis 31. Juli). Am 26. und 27. Juli folgen Länderspiele in Köln und Halle.