2008.03.24 Neuss : Alba Berlin gewinnt und erobert Tabellenspitze

Basketball-Bundesligist Alba Berlin hat mit einem 73:64 gegen die Eisbären Bremerhaven die Tabellenspitze erobert. Leverkusen patzte am Montag in Ulm und fiel auf Rang drei zurück.

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Alba Berlin erobert mit einem Sieg die Tabellenspitze

In der Basketball-Bundesliga haben die Bayer Giants Leverkusen am Montag beim Tabellenzwölften ratiopharm Ulm eine bittere 87:105 (47:51)-Niederlage kassiert und dadurch den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Tabellenführer bleibt damit Alba Berlin.

"Ich gratuliere meinem Team zu einem guten Fokus und einer hohen Konzentration, die uns den Sieg gebracht haben", sagte Trainer Luka Pavicevic nach dem hart erkämpften 73:64 (37:36) am Ostersonntag gegen Außenseiter Eisbären Bremerhaven und gab angesichts des kaum spürbaren Leistungsunterschiedes zu bedenken: "Diese Liga ist sehr ausgeglichen, jeder kann jeden schlagen."

Leverkusen geht in Ulm unter

Die "Albatrosse" übernahmen mit 40:12 Punkten zugleich die Tabellenführung in der Basketball-Bundesliga und profitierten dabei von einem unerwarteten Patzer der Bayer Giants Leverkusen. Der frühere Serienmeister kassierte beim Tabellenzwölften ratiopharm Ulm eine nicht eingeplante 87:105 (47:51)-Pleite und fiel mit 38:12 Zählern sogar noch hinter die Artland Dragons Quakenbrück (38:12) zurück. Entscheidend für den Ulmer Sieg war das konsequente Spiel in der zweiten Halbzeit, in der der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut werden konnte.

In Berlin entwickelte sich vor 6294 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle von Beginn an ein ausgeglichenes Match. Im Gegensatz zu den vergangenen Wochen stürmte Alba nicht bedingungslos nach vorne, sondern konterte meist aus einer stabilen Abwehr heraus. Bezeichnenderweise sorgten fünf Punkte durch Immanuel McElroy nach zwei schnellen Angriffen dank zweier Ballgewinne in der Defensive zum 62:56 für die Vorentscheidung.

Auch für Bremerhavens Coach Sarunas Sakalauskas machte die ungewohnt starke Abwehrleistung des siebenmaligen Meisters den Unterschied aus: "Alba hat uns heute beim Eins gegen Eins in dessen Verteidigung gestoppt. Darauf haben wir keine Antwort gefunden."

Lange Zeit ebenfalls kein Mittel fand Meister Brose Baskets Bamberg gegen die Aufholjagd von EnBW Ludwigsburg, die jedoch nicht belohnt wurde. Die Bamberger gewannen mit 71:66 (40:30), nachdem sie zwischenzeitlich eine 17-Punkte-Führung verspielt hatten. Vor allem im dritten Viertel drehten die Gastgeber auf und spielten den Favoriten förmlich an die Wand.

Sogar Bambergs Trainer Dirk Bauermann lobte die "aufopferungsvolle und kämpferische Leistung" des Gegners, dem jedoch im Schlussabschnitt die Kräfte ausgingen. "Am Ende konnten wir dank unserer tieferen Bank und größeren Erfahrung doch noch siegen", meinte Bundestrainer Bauermann.

Der Titelverteidiger rückte in der Tabelle näher an Quakenbrück heran, das sich beim 73:80 (36:32) gegen digibu Baskets aus Paderborn eine überraschende Heimniederlage leistete. Im Kampf um die Play-off-Plätze verbuchten die Telekom Baskets Bonn (77:73 bei Walter Tigers Tübingen), die Skyliners Frankfurt (96:71 bei NY Phantoms Braunschweig) sowie die EWE Baskets Oldenburg (83:76 bei Giessen 46ers) wichtige Siege.

Im Tabellenkeller schöpft derweil Schlusslicht Science City Jena nach dem 74:59 (31:26)-Auswärtssieg bei der BG 74 Göttingen neue Hoffnungen auf den Klassenerhalt.