2008.03.24 Neuss : Olympisches Feuer auf die Reise geschickt

Im Beisein von IOC-Präsident Rogge ist am Montag das Olympische Feuer im Heiligen Hain von Olympia entzündet worden. Die Flamme geht nun auf die Reise von Griechenland nach Peking.

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Das Olympische Feuer wurde entzündet

Die Sommerspiele werfen ihre Schatten voraus: Im Heiligen Hain des antiken Olympia in Griechenland ist am Ostermontag, 137 Tage vor Eröffnung der Spiele in Peking, das Olympische Feuer entzündet worden. Im Beisein von IOC-Präsident Jacques Rogge wurde das Feuer traditionell mit einem Hohlspiegel entfacht.

Eklat trotz Sicherheitsvorkehrungen

Trotz großer Sicherheitsvorkehrungen sorgten drei Demonstranten für einen Eklat. Das Trio sprang mitten in der Rede von Pekings Olympia-OK-Chef Liu Qi auf und stürmte mit Bannern, auf dem die Olympischen Ringe in Flammen standen, auf den Chinesen zu. Sicherheitskräfte überwältigen die Drei.

Das Feuer wird nun bis 30. März durch Griechenland getragen, ehe die Übergabe an die chinesischen Olympia-Organisatoren erfolgt. Am 31. März kommt die Flamme in Peking an und startet dann zu seiner "Reise der Harmonie" über alle Kontinete und ab 4. Mai durch alle chinesischen Provinzen, darunter auch die krisengeschüttelte autonome Region Tibet. Mit 137.000 km wird es der längste Fackellauf der Geschichte. Der Weg einer zweiten Fackel führt dabei auch auf den Mount Everest, mit 8850 m der höchste Berg der Welt. Deutschland liegt nicht auf der Route.

Zahlreiche Tibet-Aktivisten haben Störaktionen für den Fackellauf angekündigt. Sie verlangen angesichts der blutig niedergeschlagenen Proteste in ihrer Heimat, dass das Feuer nicht wie geplant im Mai über Tibet auf den Mount Everest und vom 19. bis 21. Juni durch die tibetischen Städte Shannan Diqu und Lhasa gebracht wird.

Ernsting-Krienke, Magath und Stuck halten Fackel

Bereits am Montag trugen drei deutsche Sportler die Flamme jeweils 200m weit. Hockey-Olympiasiegerin Nadine Ernsting-Krienke, der Wolfsburger Fußball-Trainer Felix Magath und der frühere Formel-1-Pilot Hans-Joachim Stuck hielten die Fackel auf ihrem Weg durch Griechenland in den Händen.