2008.03.28 Neuss : Handballerinnen starten mit Sieg gegen Schweden

Die deutschen Handballerinnen sind erfolgreich in das Olympia-Qualifikations-Turnier in Leipzig gestartet. Gegen Schweden gab es einen wichtigen 27:26-Erfolg.

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Nadine Krause im Spiel gegen Schweden

Den schwersten Brocken auf dem Weg nach Peking haben die deutschen Handballerinnen bereits aus dem Weg geräumt. Die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich gewann beim Olympia-Qualifikations-Turnier in Leipzig ihr Auftaktmatch dank einer starken kämpferischen Leistung gegen den EM-Sechsten Schweden 27:26 (15:13). Die Gastgeber können nun bereits mit einem Sieg am Samstag gegen die im ersten Match gegen Kuba siegreichen Kroatinnen die erste Olympia-Teilnahme seit 1996 perfekt machen.

"Die Erleichterung ist riesengroß. Das war der Start, den wir uns gewünscht haben. Ich bin froh, dass es nach einer dramatischen Schlussphase gereicht hat", sagte ein erleichterter Bundestrainer Armin Emrich. Die ersten beiden Teams des Vierer-Turniers erhalten ein Olympia-Ticket, zum Abschluss am Sonntag ist Außenseiter Kuba der Kontrahent des deutschen Teams. "Es war mehr Krampf als Können. Wir stehen unter Spannung, weil wir unbedingt diese Qualifikation schaffen wollen. Der erste Schritt ist gemacht, gegen Kroatien wollen wir nun alles klar machen", sagte Spielführerin Grit Jurack.

Vor 4000 Zuschauern führte der Gastgeber zunächst von Beginn an und schien auf einen souveränen Erfolg zu steuern. Die ersten beiden deutschen Treffer erzielte die durchweg hart attackierte Spielführerin Grit Jurack per Siebenmeter. Die 30-Jährige war am Ende gemeinsam mit Maren Baumbach (beide sieben Treffer) die überragende Schützin.

Die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) führte nach 21 Minuten beim 11:8 erstmals mit drei und kurz darauf sogar mit vier Treffern. Danach konnten die Emrich-Schützlinge vor der Pause in Überzahl den Vorsprung aber nicht ausbauen.

Die Schwedinnen blieben vor allem dank der überragenden Linnea Torstenson und Matilda Boson den Gastgeberinnen auf den Fersen. In der 35. Minute schafften die Skandinavierinnen sogar den Gleichstand zum 16:16 und führten in der 39. Minute erstmals (19: 18). In der 45. Minute erarbeiten die Blau-Gelben ihren ersten Zwei-Tore-Vorsprung, kassierten dann aber drei Tore in Serie. In der spannenden Schlussphase hatten dann die Gastgeberinnen die stärkeren Nerven.

In einer weitaus schwächeren und weniger spannenden Partie hatte sich der WM-Neunte Kroatien zuvor sicher mit 31:25 (18:15) gegen die Kubanerinnen durchgesetzt. Bozica Palcic war mit acht Treffern beim Gewinner die beste Schützin, für den Zweiten der Panamerikanischen Spiele traf Arassay Duran ebenso häufig.