2008.03.29 Neuss : Frankfurt entführt drei Zähler aus Leverkusen

Bayer Leverkusen hat das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt 0:2 verloren. Die Hessen klettern nach dem dritten Sieg in Serie auf den sechsten Platz, Leverkusen ist Vierter.

cleu1
Martin Fenin (l.) im Duell mit Lukas Sinkiewicz

Bayer Leverkusen hat im Kampf um die Qualifikation für die Champions League einen Rückschlag erlitten, Eintracht Frankfurt mischt dagegen im Rennen um die Europacup-Plätze plötzlich kräftig mit. Die Hessen gewannen beim UEFA-Cup-Viertelfinalisten 2:0 (1:0) und rückten durch den sechsten Sieg im neunten Rückrundenspiel bis auf zwei Zähler an die Rheinländer heran. Leverkusens zweite Heimniederlage gegen das Frankfurter Rumpfteam wurde durch ein Eigentor von Nationalstürmer Stefan Kießling (24.) und einen Treffer des eingewechselten Evangelos Mantzios (90.+1) besiegelt.

Vor 22.500 Zuschauern in der ausverkauften BayArena begannen die ohne acht Verletzte antretenen Gäste überraschend offensiv, versteckten sich keineswegs und machten dem Favoriten durch ihre kompakte, aber forsche Spielweise das Leben schwer. Bereits nach 13 Minuten hatte Kapitän Ioannis Amanatidis die Gästeführung auf dem Kopf, traf aber nur die Latte.

Elf Minuten später überwand dann ausgerechnet Kießling Bayer Keeper Rene Adler, als er seinen zu forsch aus dem Tor stürmenden Schlussmann mit einer unglücklichen Kopfballverlängerung überraschte. Danach drehte Bayer, das in der 20. Minute nach einem Handspiel von Patrick Ochs eigentlich einen Strafstoß hätte kriegen müssen, plötzlich auf. Allerdings hatte Stürmer Dmitri Bulykin zweimal innerhalb kurzer Zeit Pech, als er zunächst den Ball an die Latte (31.) und kurz darauf knapp neben das Tor köpfte (33.).

Kurz vor der Pause dann der Schock für die Eintracht: Der bis dahin alles überragende Abwehrchef Sotirius Kyrgiakos musste verletzt vom Feld, da ihm sein Nasenbeinbruch trotz Gesichtsmaske zu schaffen machte. Vier Minuten später hatte Amanatidis dennoch das 0:2 auf dem Fuß. Der Grieche tauchte alleine vor Adler auf und spitzelte den Ball am Torhüter, aber auch am Gehäuse vorbei.

Leverkusens Trainer Michael Skibbe brachte zur Pause in Arturo Vidal und Paul Freier für den lustlosen Sergej Barbarez und den rotgefährdeten Hans Sarpei zwei neue Spieler, die durchaus frischen Wind brachten. Leverkusen verstärkte nun seine Offensive, berannte nahezu pausenlos das Frankfurter Tor, kam zu einer Vielzahl von Ecken, allerdings zu kaum klaren Torchancen. Die beste vergab der ebenfalls eingewechselte Theofanis Gekas, der Eintracht-Keeper Oka Nikolov den Ball genau in die Arme köpfte (76.).