2008.04.04 Neuss : Schwerwiegender Verdacht in Großbritannien

Der britische Verband FA muss sich mit einem Manipulationsverdacht auseinandersetzen. Drei Profi-Spieler sollen angeblich in die Fingierung eines Spieles verwickelt sein.

mbo
Den britischen Verband FA beschäftigt ein Manipulationsverdacht

Der britische Fußball wird von einem Manipulationsverdacht erschüttert. Der englische Verband FA teilte am Freitag mit, dass er Vorwürfen nachgehe, wonach ein ehemaliger Premier-League-Spieler angeblich 50.000 Pfund (63.500 Euro) an Bestechungsgeld für die Manipulation eines Spiels erhalten haben soll.

Nach einem Bericht der Tageszeitung "The Independent" hätte der namentlich nicht genannte Spieler absichtlich die Rote Karte gesehen. Zudem soll der Akteur bei der Partie, die angeblich in den vergangenen zwei Jahren in Großbritannien ausgetragen wurde, drei Mitspieler angestiftet haben, jeweils mit der Gelben Karte verwarnt zu werden. Im Gegenzug soll der Profi von einem Buchmacher das Geld kassiert haben.

Die Untersuchungen haben begonnen

"Wir beginnen sofort mit Untersuchungen zu dieser Geschichte. Zunächst müssen wir herausbekommen, wo die Partie absolviert wurde. In der Story heißt es Großbritannien, aber wir wissen nicht, ob es in England war", sagte ein FA-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters.

Der angebliche Vorfall war bei einem Glücksspiel-Seminar an der "Sporting Chance"-Klinik in Hampshire ans Tageslicht gekommen. Der mutmaßlich bestochene Fußball-Profi hatte sich am von der FA finanzierten Zentrum für Spieler mit persönlichen Problemen behandeln lassen.