2008.04.11 Neuss : Fünf Kurzbahn-Weltrekorde in Manchester

Kristy Coventry, Felicity Galvez, Ryan Lochte, Duje Draganja sowie die US-Staffel über 4x100m Lagen sorgten bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Manchester für Paukenschläge.

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Schnell wie nie zuvor: Kristy Coventry

In Manchester purzelten die Weltrekorde am Freitag nahezu nach Belieben. Für die dritte Bestmarke sorgte bei den Kurzbahnweltmeisterschaften in Manchester der Kroate Duje Draganja. Über 50 Meter Freistil sprintete er zu 20,81 Sekunden und blieb damit zwölf Hundertstel unter der bisherigen Bestmarke des Schweden Stefan Nystrand vom 18. November des vergangenen Jahres. Ryan Lochte aus den USA sorgte mit 1:51,36 Minuten über 200m Lagen für den vierten neuen Weltrekord. Er verbesserte die bisherige Marke des Ungarn Laszlo Cseh (1:52,99) vom 13. Dezember vergangenen Jahres deutlich.

Zuvor hatte es bereits je zwei Welt- und zwei Europarekorde gegeben. Kristy Coventry aus Simbabwe steigerte die Bestmarke über 200m Rücken um 2,33 Sekunden auf glanzvolle 2:00,91 Minuten. In 2:02,60 blieb die Zweitplatzierte Elizabeth Simmonds aus Großbritannien ebenfalls noch unter der alten Marke und erzielte damit einen Europarekord. Für den zweiten Weltrekord sorgte die Australierin Felicity Galvez über 50m Schmetterling in 25,32 Sekunden. Sie unterbot damit die die fünf Jahre alte Bestmarke der Schwedin Anna-Karin Kämmerling um eine Hundertstelsekunde. Europarekord schwamm in 3:37,25 über 400m Freistil der Russe Juri Prillukow.

Rupprath und Dietrich im Finale dabei

Der fünfte Weltrekord des Tages ging über 4x100m Lagen der Frauen mit 3:51,36 Minuten auf das Konto der USA. Die drittplazierten Britinnen schwammen mit 3:53,02 Minuten Europarekord. Hinter der australischen Siegerin Shayne Reese (59,58) verbesserte die Finnin Hannah-Maria Seppälä mit 59,62 Sekunden die Europabestmarke um neun Hundertstelsekunden.

Unterdessen haben Thomas Rupprath (Rostock) und Johannes Dietrich (Potsdam) die ersten Finalplätze für das deutsche Team geholt. Vizeweltmeister und Weltrekordhalter Thomas Rupprath belegte in 23,63 Sekunden den vierten Rang im Halbfinale über 50m Rücken. Wenige Minuten später folgte ihm Johannes Dietrich mit 23,13 Sekunden als Fünfter über 50m Schmetterling in die Entscheidung am Samstag.