2008.04.11 Neuss : Hambüchen bleibt in Cottbus fehlerfrei

Beim zum Kunstturn-Weltcup zählenden "Turnier der Meister" in Cottbus ist Fabian Hambüchen in vier Disziplinen gestartet und in allen jeweils in die Finalwettbewerbe eingezogen.

bbi1
Fabian Hambüchen

Vier Übungen, vier Qualifikationen - verspätet, aber mit maximalem Erfolg ist Fabian Hambüchen in die Olympia-Saison gestartet. Beim Auftakt des zum Kunstturn-Weltcup zählenden "Turniers der Meister" in Cottbus erreichte der Ausnahmeathlet von der TSG Niedergirmes am Boden, beim Sprung, am Barren und am Reck souverän die Finalwettkämpfe am Wochenende.

Insbesondere am Reck konnte dem Welt- und Europameister kein Konkurrent das Wasser reichen. Dabei zeigte der Vize-Weltmeister im Mehrkampf noch nicht einmal alle Höchstschwierigkeiten am "Königsgerät", dennoch erntete der Hesse für seine spektakuläre Kür viel Applaus.

"Das war doch ein Einturnen für die nächsten beiden Tage", sagte Hambüchen scherzhaft. Ursprünglich hatte Deutschlands Sportler des Jahres sein diesjähriges internationales Debüt schon im März in New York geben wollen, musste die Teilnahme am American Cup aber kurzfristig wegen einer Virusinfektion absagen.

Chusovitina präsentiert sich in Topform

Nur fünf Tage nach ihrem Triumph im Sprung-Finale bei den Europameisterschaften im französischen Clermont-Ferrand präsentierte sich auch Oksana Chusovitina weiterhin in Topform. Die 32 Jahre alte Kölnerin qualifizierte sich mühelos für den Endkampf am Samstag und musste dafür noch nicht einmal volles Risiko gehen. Auch am Schwebebalken kam die gebürtige Usbekin zusammen mit Katja Abel aus Berlin eine Runde weiter.

"Oksana ist schon etwas müde, aber wir kennen ja ihre Disziplin. Sie hat sich einfach ein bisschen zusammengerissen", sagte Cheftrainerin Ulla Koch. Abel erreichte sogar noch zwei weitere Endkämpfe (Stufenbarren und Boden). Das Weltcup-Turnier in der Lausitz wird am Samstag (14.00 Uhr) mit den ersten fünf Gerätefinals fortgesetzt.