2008.04.12 Neuss : Hambüchen und Chusuvitina siegen in Cottbus

Weltmeister Fabian Hambüchen und Europameisterin Oksana Chusuvitina konnten die Finaltage beim Kunstturn-Weltcup in Cottbus jeweils mit Siegen beginnen.

dsch1
Fabian Hambüchen startete mit einem Sieg in die Finaltage

Die beiden Turn-Asse Fabian Hambüchen und Oksana Chusuvitina haben die Finaltage beim Kunstturn-Weltcup in Cottbus jeweils mit einem Sieg begonnen. Während Reck-Weltmeister Hambüchen trotz einiger Probleme bei der mittleren Sprungbahn am Boden triumphierte, war Sprung-Europameisterin Chusuvitina an ihrem Spezialgerät erfolgreich. Damit konnte die 32-Jährige ihre Goldmedaille vom vergangenen Wochenende eindrucksvoll bestätigen.

Im Gegensatz zur EM von Clermont-Ferrand konnte die Wahl-Kölnerin diesmal beide Sprünge stehen und siegte angesichts der hohen Schwierigkeit ihrer Versuche mit 15,150 Punkten hochüberlegen. Knapper fiel Rang eins mit 15,300 Zählern für Hambüchen aus, Deutschlands Sportler des Jahres profitierte von einem Sturz des favorisierten Chinesen Zou Kai, der am Ende seiner letzten Sprungreihe außerhalb der Bodenfläche zu Fall kam.

"Sprungbahn nicht optimal"

"Auch bei mir war eine Sprungbahn nicht optimal, weil ich schwere Beine hatte. Aber ich wollte den Härtetest und deshalb meine Übung nicht abstecken", sagte der 20-Jährige, der am Sonntag (14.00 Uhr) beim Sprung, am Barren und am Reck drei weitere Endkämpfe zu bestreiten hat. Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen lobte seinen Sprössling wegen seines Improvisationstalents: "Er hat sich in dieser Situation gut gerettet, es gab nur wenige Abzüge."

Bei mehr als einem halben Punkt Vorsprung auf die zweitplatzierte Brasilianerin Jade Barbosa wollte Chusovitina in der Lausitz-Arena nicht alles riskieren. "Ich arbeite an einem noch schwierigeren Sprung, aber den werde ich erst bei den Olympia-Qualifikationen zeigen", sagte die 32-Jährige, die ab Montag zu einem einwöchigen Kurzurlaub aufbrechen wird.

Im Stufenbarren-Finale musste sich die Berlinerin Katja Abel nur der Chinesin He Kxin und Rebecca Downie aus Großbritannien geschlagen geben und gewann die Bronzemedaille. Jenny Brunner aus Chemnitz kam auf den vierten Platz. Am Seitpferd setzte sich Krisztian Berki aus Ungarn durch, der Niederländer Juri van Gelder gewann den Endkampf an den Ringen.