2008.04.12 Neuss : Hansa entführt drei Punkte aus dem Wildpark

Hansa Rostock hat sich am 28. Spieltag drei wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg erkämpft. Im Aufsteiger-Duell beim Karlsruher SC kam das Pagelsdorf-Team zu einem 2:1 (1:0).

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Hansas Christian Rahn (l.) im Duell mit Andreas Görlitz

Hansa Rostock hat im Kampf gegen den Abstieg aus der Bundesliga ein Lebenszeichen signalisiert. Das bislang schlechteste Rückrundenteam feierte am 28. Spieltag ein 2:1 (1:0) im Aufsteiger-Duell beim Karlsruher SC und hat damit die Negativ-Serie von zuletzt drei Niederlagen in Folge gestoppt.

Fin Bartes (30. und 84.) erzielte die Treffer für die Rostocker, die zuvor sieben Spiele ohne Sieg waren. Sebastian Freis (70.) traf für den KSC, der seinerseits seit mittlerweile sechs Partien nicht mehr gewinnen konnte.

Vor 27.714 Zuschauern im Wildparkstadion waren die Gastgeber die ohne Maik Franz (Oberschenkelprellung), Michael Mutzel (Oberschenkelverletzung) und Bradley Carnell (Adduktorenprobleme) auskommen mussten, in der Anfangsphase klar überlegen. In der zweiten Minute herrschte großes Chaos in der Abwehr der Rostocker, das Alexander Iaschwili aber nicht zur Führung nutzen konnte.

Nur kurze Zeit später bewahrte Hansa-Torwart Stefan Wächter seine Mannschaft innerhalb weniger Sekunden zweimal vor dem Rückstand. Zunächst lenkte der Keeper einen Distanzschuss des Karlsruher Außenverteidigers Christian Eichner an die Latte, dann parierte Wächter den Nachschuss von Freis (11.). Acht Minuten später stand Wächter bei seiner Parade gegen einen Kopfball von Massimilian Porcello erneut im Mittelpunkt.

Auch im Anschluss an diese Szene blieb der KSC drückend überlegen und schnürte die Gäste über weite Strecken in deren eigener Hälfte ein. Um so überraschender war die Führung der Rostocker durch den freistehenden Bartels. Dem Treffer ging allerdings ein grober Stellungsfehler von KSC-Kapitän Mario Eggimann voraus.

Die Führung kam dem Defensiv-Konzept des Rostocker Trainers Frank Pagelsdorf sehr entgegen. Die Gäste verteidigten teilweise mit elf Spielern im und am eigenen Strafraum den Vorsprung gegen die wütend angreifenden Platzherren bis zur Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel spielte sich das Geschehen zunächst fast ausschließlich in der Hälfte der Rostocker ab. Die extrem offensive Spielweise der Badener ließ den Gästen allerdings viel Platz für Konterangriffe. Einen dieser Gegenstöße hätte Bartels fast zu seinem zweiten Treffer genutzt (51.). Dennoch wurden die Bemühungen der Gastgeber am Ende belohnt.