2008.04.12 Neuss : Werder empfängt Schalke heute zum Topspiel

Mit sechs Begegnungen geht heute der 28. Bundesliga-Spieltag weiter. Im Spitzenspiel stehen sich Bremen und Schalke gegenüber. Der HSV ist gegen Duisburg in der Favoritenrolle.

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Zweikampf zwischen Bremens Diego und Jermaine Jones vom FC Schalke 04

Der 28. Bundesliga-Spieltag wird heute (15.30 Uhr/live bei Premiere) mit sechs Partien fortgesetzt. Mit einem Sieg im direkten Duell um einen Champions-League-Platz wollen sowohl Werder Bremen als auch der FC Schalke 04 ein Ausrufezeichen setzen. Aber auch die Konkurrenz wittert weiter ihre Chance. Der Hamburger SV trifft zeitgleich auf Tabellenschlusslicht MSV Duisburg.

"Das Spiel gegen einen direkten Konkurrenten um Platz zwei oder drei ist von großer Bedeutung. Wenn wir das für uns entscheiden, wäre es ein großer Schritt in die richtige Richtung", sagt Schalke-Trainer Mirko Slomka vor dem Gastspiel in Bremen. 13 von 15 möglichen Punkten holte der Vizemeister in den vergangenen fünf Partien und zeigte trotz des Ausscheidens aus Europas Beletage beim FC Barcelona auch unter der Woche eine starke Leistung. "Nun wollen wir uns wieder für die Champions League qualifizieren", meint Slomka.

"Das wird ein wichtiges Spiel"

Da wollen jedoch auch die Bremer hin. Nach einer zwischenzeitlichen Durststrecke von vier Spielen ohne Sieg zeigten die Hanseaten beim 2:1-Erfolg bei Hertha BSC Berlin am vergangenen Wochenende wieder ansteigende Form und wollen diese nun gegen Schalke bestätigen. "Das wird ein wichtiges Spiel, in dem wir ein Zeichen setzen können", erklärt Werder-Manager Klaus Allofs: "Aber sowohl im Erfolgsfall als auch bei einem Misserfolg wäre noch nicht alles gelaufen." Zu eng ist das obere Tabellendrittel zusammen. Zwischen Platz zwei und Rang sechs liegen gerade einmal vier Punkte.

Mittendrin befindet sich der HSV, der gegen Duisburg seine Ambitionen auf die Champions League - ungeachtet der Diskussionen um die Nachfolge seines zum Saisonende scheidenden Trainers Huub Stevens - unterstreichen will. "Für uns zählt nur ein Sieg", sagt Stevens. Sportchef Dietmar Beiersdorfer ergänzt: "Wir wollen uns gegen Duisburg die Punkte wiederholen, die wir in den letzten Spielen liegen gelassen haben." So verloren die Hamburger zwar nur eine ihrer vergangenen zwölf Partien, gewannen im gleichen Zeitraum allerdings auch nur dreimal.

MSV hat sich noch nicht aufgegeben

Der MSV ist im Abstiegskampf derweil fast zum Punkten verdammt. Dass mit ihnen trotz der prekären Lage weiter zu rechnen ist, bewiesen die Duisburger unlängst durch den 2:1-Erfolg beim letzten Auswärtsspiel in Bremen. "Dadurch haben wir viel Selbstvertrauen tanken können. Diesen Wind wollen wir nutzen und mit in die kommenden Aufgaben nehmen", kündigt MSV-Trainer Rudi Bommer an.

Stürmisch dürfte es auch beim Abstiegsduell zwischen Energie Cottbus und Arminia Bielefeld zugehen. Die Platzherren könnten mit einem Erfolg erstmals in ihrer Bundesliga-Geschichte drei Siege in Folge einfahren. "Die Partie gegen Bielefeld ist unser nächstes Endspiel", sagt Energie-Coach Bojan Prasnikar: "Für beide Mannschaften ist ein Punkt eigentlich zu wenig."

Fernandez hütet das Bielefelder Tor

Auch die Arminia, bei der Rowen Fernandez im Tor weiterhin den Vorzug vor dem wiedergenesenen Mathias Hain erhält, konnte durch den 1:0-Sieg gegen den Karlsruher SC am vergangenen Wochenende wieder ein Erfolgserlebnis verbuchen. Dass der KSC am Samstag erneut als Aufbaugegner taugt, hofft man derweil bei der ebenfalls abstiegsbedrohten und seit sieben Spielen sieglosen Hansa aus Rostock.

Im Niemandsland der Tabelle stehen sich derweil Hannover 96 und Eintracht Frankfurt sowie der VfL Bochum und Hertha BSC Berlin gegenüber. Abgerundet wird der Spieltag am Sonntag neben dem Duell zwischen Stuttgart und Leverkusen durch die Generalprobe des DFB-Pokal-Finales zwischen Bayern und Borussia Dortmund.