2008.04.13 Neuss : Eisbären legen im Finale vor

Zum Auftakt des Play-off-Finales haben die Eisbären Berlin einen 3:2-Sieg gegen die Kölner Haie gefeiert. Kapitän Steve Walker erzielte den Siegtreffer in der Verlängerung.

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Florian Busch (m.) traf für die Eisbären Berlin

Die Eisbären Berlin haben im Play-off-Finale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Kölner Haie vorgelegt. Die Hauptstädter feierten einen hart erkämpften 3:2 (1:1, 0:0, 1:1, 1:0)-Auftakterfolg und haben einen großen Schritt in Richtung "Double" gemacht. Der Pokalsieger benötigt nur noch zwei Siege zum Gewinn der dritten deutschen Meisterschaft nach 2005 und 2006.

Berliner Held vor 4695 Zuschauern im ausverkauften Wellblechpalast war Kapitän Steve Walker, der nach 2:11 Minuten in der Verlängerung in Überzahl den Siegtreffer erzielte. Zuvor hatten im ersten Play-off-Duell gegen die Haie überhaupt Denis Pederson (10.) und Nationalspieler Florian Busch (51.) für die Berliner getroffen, die zum vierten Mal in den vergangenen fünf Jahren in der Endspielserie stehen.

Für den achtmaligen Champion Köln trafen Mats Trygg (12.) und Iwan Ciernik (58.) jeweils zum Ausgleich. Für Ciernik war es bereits das elfte Tor in den Play-offs. Das zweite Finale der "best-of-five"-Serie steigt am Dienstag (19.30/live bei Premiere) in der Kölnarena. Bei einem weiteren Sieg hätten die Eisbären drei "Matchbälle" zum dritten Titelgewinn in vier Jahren.

Berlin erwischt besseren Start

Vor den Augen von Bundestrainer Uwe Krupp erwischten die Hausherren den besseren Start. Pederson erzielte mit einer Direktabnahme in den Play-offs bereits das 19. Überzahltor der Eisbären, die auf dem Weg in die Finalserie die Hamburg Freezers und die DEG Metro Stars ausgeschaltet hatten. Anschließend leistete sich der Vorrundenzweite im eigenen Drittel jedoch mehrere Abspielfehler, wovon einer zum Ausgleich durch den Schlagschuss vom Norweger Trygg führte.

Das zweite Drittel begannen die Berliner, denen die verletzten Mark Beaufait und Brandon Smith fehlten, mit einer Drangperiode. Doch mangelnde Zielgenauigkeit und der gut aufgelegte Nationalgoalie Robert Müller verhinderten zunächst einen Rückstand der Kölner, die auf Kapitän Dave McLlwain und Stürmer Sebastian Furchner (beide grippegeschwächt) verzichten mussten. Die Domstädter, die sich im Viertel- und Halbfinale gegen Titelverteidiger Adler Mannheim sowie die Frankfurt Lions durchsetzten, kamen nur einmal gefährlich vor den Kasten der Gastgeber. Haie-Torjäger Ivan Ciernik (30.) scheiterte allerdings an Eisbären-Keeper Rob Zepp.

Im Schlussabschnitt waren beiden Mannschaften die Strapazen der jeweils fünf kraftraubenden Halbfinalpartien nicht anzumerken. Beide Teams versuchten Fehler zu vermeiden und gingen in dem meist fairen Match intensiv in die Zweikämpfe. Unmittelbar nach Cierniks Ausgleichstor hatte Walker bereits die große Chance zum Siegtreffer, scheiterte aber völlig freistehend an Müller.