2008.04.13 Neuss : Kiel steht wieder im Finale der "Königsklasse"

Titelverteidiger THW Kiel hat das Finale der Handball-Champions-League gegen Ciudad Real erreicht. Den "Zebras" reichte im Halbfinalrückspiel in Barcelona eine 37:44-Niederlage.

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Nikola Karabatic steigt gegen Iker Romero hoch

Titelverteidiger THW Kiel hat wie im Vorjahr die Final-Spiele in der Handball-Champions-League erreicht. Eine Woche nach der 41:31-Gala verlor der Triple-Gewinner am Sonntag zwar 37:44 (20:19) beim Rekordsieger FC Barcelona. Dennoch reichte der Vorsprung aus dem Hinspiel für den Einzug in die Endspiele am 3./4. und 9./10. Mai gegen den spanischen Vertreter Ciudad Real, der den HSV Hamburg ausgeschaltet hatte.

"Oh, wie ist das schön", sangen die rund 250 mitgereisten Kieler Fans schon lange vor dem Schlusspfiff. Nikola Karabatic war mit zehn Toren bester Werfer des THW, der angesichts des sicheren Weiterkommens in den letzten Minuten einen Gang herunter schaltete. Gegner der "Zebras", die als DHB-Pokalsieger und Bundesliga-Spitzenreiter der Bundesliga wieder drei Trophäen im Visier haben, ist Ciudad Real.

Der Champions-League-Sieger von 2006 aus Spanien hatte nur denkbar knapp das zweite rein deutsche Endspiel in Folge verhindert und dabei den HSV Hamburg in ein Tal der Tränen gestürzt. Zwar gewann der Bundesligist um Weltmeister Pascal Hens das Rückspiel 32:26, doch nach der Sieben-Tore-Pleite (27:34) der Vorwoche fehlte ein einziger Treffer zum Weiterkommen. 2007 hatte Kiel im Nordderby gegen die SG Flensburg-Handewitt den ersten Titel der Klubgeschichte in der Königsklasse perfekt gemacht.

Auch minutenlange Ovationen konnten die HSV-Spieler nicht trösten. "Die Enttäuschung ist sehr groß, aber wir können trotzdem stolz auf unsere Leistung sein", sagte Mannschaftskapitän Guillaume Gille. Sein Fehlwurf in letzter Minute hatte das Ausscheiden des HSV besiegelt.