2008.04.15 Neuss : Hawks und Nuggets komplettieren die Play-offs

Zwei Spieltage vor Ende der Regular Season stehen in der NBA alle 16 Play-off-Teilnehmer fest. Als letzte Teams lösten die Atlanta Hawks und die Denver Nuggets ihre Tickets.

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Freude bei Denvers Stars Carmelo Anthony (l.) und Allen Iverson (r.)

In der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA sind alle Entscheidungen im Kampf um die Play-off-Plätze gefallen. Zwei Spieltage vor Abschluss der Regular Season lösten die Atlanta Hawks im Osten und die Denver Nuggets im Weste das letzte noch vakante Ticket für die K.o.-Runde.

Dabei profitierten beiden Teams allerdings von Patzern der Verfolger. In der Eastern Conference verspielten die Indiana Pacers beim 110:117 bei den Washington Wizards ihre letzte Play-off-Chance. Auch das spielfreie Denver konnte jubeln, nachdem Konkurrent Golden State Warriors 116:122 bei den Phoenix Suns verlor und damit ebenfalls keine Chance mehr auf das Erreichen der K.o.-Runde hat. Dabei versagten ausgerechnet Warriors-Star Baron Davis die Nerven: Er traf nur zwei seiner 13 Würfe aus dem Feld und wurde von seinem Trainer Don Nelson fast die komplette zweite Hälfte auf der Bank gelassen.

In Denver wurde die Freude durch die vorübergehende Verhaftung von Carmelo Anthony allerdings etwas getrübt. Der Starspieler soll unter Alkoholeinfluss am Steuer eines Autos gesessen haben. "Er hat einem Bluttest zugestimmt und muss 14 Tage auf das Ergebnis warten", sagte Anthonys Anwalt Dan Recht.

Katastrophen-Saison für New York und Miami

Ebenfalls klar ist, dass die Boston Celtics als bestes Team der NBA in die Play-offs gehen. Die Nummer eins im Osten holte Saisonsieg Nummer 65 auch ohne die drei Stars Paul Pierce, Ray Allen und Kevin Garnett, die geschont wurden. Beim 99:93 bei den New York Knicks spielte Rajon Rondo groß auf, er holte 23 Punkte und gab zehn Assists für Boston. Für Knicks-Coach Isiah Thomas wird die Luft nach der Katastrophen-Saison seines Teams mit nur 23 Siegen bei 58 Niederlagen immer dünner.

Als schlechtestes Team der Liga werden die Miami Heat die reguläre Saison beenden. Der Champion von 2006 unterlag auch bei den Toronto Raptors deutlich mit 75:91 und weist damit die erschreckende Bilanz von 14 Siegen bei 67 Niederlagen auf. Den Heat, die einmal mehr ohne ihre Stars Dwyane Wade und Shawn Marion angetreten waren, gelangen in Halbzeit zwei gerade einmal 18 Punkte. Den letzten Platz der Western Conference haben die Seattle Supersonics sicher (19:62).

Die Spiele vom Montag im Überblick:

Toronto Raptors - Miami Heat 91:75, Philadelphia 76ers - Cleveland Cavaliers 90:91, Washington Wizards - Indiana Pacers 117:110, New York Knicks - Boston Celtics 93:99, Milwaukee Bucks - Chicago Bulls 135:151, Utah Jazz - Houston Rockets 105:96, Phoenix Suns - Golden State Warriors 122:116, Sacramento Kings - San Antonio Spurs 98:101