2008.04.15 Neuss : HSV verpasst "Dreier" in Berlin

Ivica Olic hatte für den Hamburger SV beim Gastspiel bei Hertha BSC Berlin den Siegtreffer auf dem Fuß. Der Kroate verschoss beim 0:0 in der Hauptstadt einen Foulelfmeter (75.).

alsa1
Piotr Trochowski (r.) im Trikot des Hamburger SV

Der Hamburger SV hat trotz der Anwesenheit von Trainer Huub Stevens im Kampf um einen Champions-League-Platz in der Bundesliga weiter an Boden verloren. Der HSV kam zum Auftakt des 29. Spieltages in einer schwachen Partie bei Hertha BSC Berlin nicht über ein 0:0 hinaus und blieb auch im fünften Ligaspiel in Folge ohne Sieg. Stevens Mitwirken war zuletzt fraglich, da sich seine Frau in den Tagen zuvor einer Darmoperation unterziehen musste. Die größte Chance zum Sieg vergab Ivica Olic, der in der 75. Minute einen Foulelfmeter neben das Tor schoss.

Vor 40.289 Zuschauern konnte auch die Hertha am Ende mit der Punkteteilung nicht zufrieden sein. Die Berliner blieben im siebten Ligaspiel in Folge ohne Sieg, das Polster zur Abstiegszone ist bei 34 Punkten immer noch sehr dünn. Erneut musste Berlin ohne seinen Torjäger Marco Pantelic (Wadenverletzung) und Rafael (Faserriss) auskommen. Zudem fehlte Steve von Bergen ebenfalls mit Faserriss.

Hamburg, das in Spielmacher van der Vaart und Atouba (beide Gelbsperren), David Jarolim (Rotsperre) und Vincent Kompany (persönliche Gründe) vier wichtige Spieler ersetzen musste, war in der der ersten Halbzeit die etwas bessere Mannschaft. Stevens bot in Mohamed Zidan und Olic überraschend zwei Spitzen auf, die in der Anfangsphase für viel Wirbel sorgten. Erst verfehlte Olic (1.) das Tor aus spitzem Winkel, dann verzog Zidan (3.) aus halblinker Position.

Die Gastgeber begannen äußerst nervös und brachten sich durch unnötige Abspielfehler immer wieder selbst in Gefahr. Im Mittelfeld fehlten die Ideen, und vorne mangelte es an der nötigen Durchschlagskraft, da der brasilianische Stürmer Andre Lima als einzige echte Spitze wieder einmal überfordert war.

Pech hatte Hamburg, als sich der Argentinier Juan Pablo Sorin verletzte und in der 18. Minute durch Änis Ben-Hatira ausgewechselt wurde. Der eingewechselte Mittelfeldspieler hatte in der 33. Minute die größte Chance für die Hanseaten, als er alleine vor Jaroslav Drobny auftauchte, aber den Ball aus kurzer Distanz nicht im Tor versenken konnte. In der zweiten Halbzeit erwischte Hertha den besseren Start. In der 47. Minute stürmte Patrick Ebert allein auf das HSV-Tor zu, doch der kleine Mittelfeldspieler zog das Leder am kurzen Pfosten vorbei ins Aus.

Der HSV nahm nach dem Wechsel zunächst das Tempo aus der Partie und zog sich zurück. Trotz einer weiteren Verletzung von Jerome Boateng hatten die Hamburger in der 75. Minute die große Chance zum Sieg. Berlins Josip Simunic holte den Hamburger Guy Demel im Strafraum von den Beinen, und Schiedsrichter Peter Sippel (München) entschied sofort auf Elfmeter. Ausgerechnet der Ex-Berliner Olic setzte den Ball links am Tor vorbei.