2008.04.16 Neuss : Büskens: "Fußball bedeutet immer noch Spaß"

Mit einem fulminanten 5:0-Sieg von Schalke 04 gegen Cottbus ist Mike Büskens in seine Amtszeit gestartet. Im Interview erklärt er, was sich seit seiner Beförderung geändert hat.

vno
Mike Büskens feierte mit Schalke 04 einen Einstand nach Maß

Der Auftakt ist geglückt. Im ersten Spiel unter Mike Büskens hat der FC Schalke 04 seine Champions-League-Ambitionen unterstrichen. Im Interview erläutert der Interimstrainer, wie er die vergangenen Tage erlebt hat.

Frage: "Herr Büskens, Sie haben bei Schalke 04 den Trainerposten nach einem 1:5 bei Werder Bremen übernommen, drei Tage später gewinnt die Mannschaft 5:0 gegen Cottbus. Was haben Sie mit ihr gemacht?"

Mike Büskens: "Youri Mulder und ich haben viel mit den Jungs gesprochen und ihnen gesagt, dass bei allem Druck der vergangenen Wochen Fußball immer noch Spaß und Freude bedeutet. Auch wenn der Fußball zu einem Millionenspiel geworden ist, macht er auch jede menge Spaß."

Frage: "Sie scheinen die Spieler gut erreicht zu haben ..."

Büskens: "Die Jungs haben Spielfreude gezeigt, sich Chancen zuhauf erspielt. Es hat allen Spaß gemacht, den Jungs beim Spielen zuzuschauen - und darum geht's."

Frage: "Kevin Kuranyi hat nach zuletzt schwachen Leistungen vier Tore geschossen, haben Sie mit ihm besonders intensiv geredet?"

Büskens: "Natürlich haben wir auch mit Kevin gesprochen, aber es wäre zu einfach zu sagen, dass er deshalb viermal getroffen hat."

Frage: "Wie haben Sie die vergangenen Tage seit Ihrer Beförderung erlebt?"

Büskens: "Sie waren sehr hektisch, ich habe wenig geschlafen. Es war ein Vorteil, dass wir ähnliche Situationen als Spieler auch schon erlebt haben. Wir wissen, wie sich die Spieler fühlen. Ich muss mich auch ausdrücklich bei Olli Reck (Torwarttrainer, d. Red.) bedanken, der Youri und mir sehr geholfen hat. Ich sehe uns als Trio. Olli war auch mein Ansprechpartner als Amateurtrainer. Zu Mirko Slomka hatte ich wenig Kontakt. Dennoch: Er hat zwei Jahre lang hervorragende Arbeit auf Schalke geleistet."

Frage: "Machen Sie sich nach diesem Traumstart Hoffnungen, doch länger als nur bis zum Saisonende Cheftrainer zu bleiben?"

Büskens: "Mal sehen, wohin mich mein Job so treibt. Es ist nicht so, dass es für mich das Größte wäre, Cheftrainer zu werden. Jetzt bin ich erstmal froh, dass ich bis zum nächsten Spiel zehn Tage Zeit habe, mit dieser Mannschaft zu arbeiten. Es geht darum, alles erst mal zu beobachten."