2008.04.16 Neuss : Neuling Vettel soll 2009 für Red Bull fahren

Formel-1-Newcomer Sebastian Vettel soll, wie Teamchef Helmut Marko bestätigte, im Jahr 2009 für Red Bull ins Cockpit steigen. Kontakte zu Ferrari dementierte Marko.

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Noch startet Sebastian Vettel für Toro Rosso

Das deutsche Formel-1-Talent Sebastian Vettel wird, wie Red-Bull-Teamchef Helmut Marko auf der Webseite des britischen Magazins Autosport verlauten ließ, in der nächsten Saison voraussichtlich für das Red-Bull-Team an den Start gehen. "Ja, ich denke schon", meinte der Österreicher auf die Frage, ob Vettel 2009 für Red-Bull-Renault ins Cockpit steigen wird.

Vettel fährt in diesem Jahr für das Red-Bull-Schwesterteam Toro Rosso seine erste komplette WM-Saison. Marko widersprach Gerüchten, laut denen Vettel als Fahrer bei Ferrari im Gespräch ist. Dort könnte der 20-Jährige den umstrittenenen Felipe Massa (Brasilien) ablösen, heißt es. "Red Bull unterstützt Sebastian schon seit acht Jahren, und wir haben einen Vertrag für ein paar weitere Jahre", sagte Marko.

Bei Red Bull könnte Vettel 2009 den Platz von David Coulthard einnehmen. Der 37 Jahre alte Schotte wird aller Voraussicht nach seinen Helm zum Saisonende ins Regal stellen. Zweiter Red-Bull-Pilot ist derzeit der Australier Mark Webber.

Marko: "Er ist für sein Alter sehr weit"

Das Kundenteam Toro Rosso gehört zu jeweils gleichen Teilen dem österreichischen Milliardär Dietrich Mateschitz (Red Bull) und dem ehemaligen Grand-Prix-Rennfahrer Gerhard Berger. Ab der Saison 2010 dürfen in der Formel 1 allerdings keine Kundenteams mehr an den Start gehen. Mateschitz teilte bereits mit, dass er seine 50 Prozent verkaufen und sich ganz auf sein Red-Bull-Team konzentrieren wird.

Marko lobt Vettel in den höchsten Tönen. Der Heppenheimer sei ein absolutes Ausnahmetalent: "Er ist für sein Alter schon sehr weit. Er hat ein unglaubliches technisches Verständnis, er kann aggressiv fahren, und er ist ein bestens trainierter Sportler."

Vor dieser Saison wollte bereits McLaren-Mercedes das deutsche Supertalent als Nachfolger für den zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso verpflichten. Der spektakuläre Deal scheiterte letztlich nur am Veto von Red Bull. Ins Silberpfeil-Cockpit stieg schließlich der Finne Heikki Kovalainen.