2008.04.20 Neuss : Cunego siegt beim Auftakt der Ardennen-Klassiker

Der frühere Giro-Sieger Damiano Cunego hat das 43. Amstel Gold Race und damit den Auftakt der Ardennen-Klassiker gewonnen. Zabel und Schumacher waren chancenlos.

mhi
Damiano Cunego siegt auf dem Cauberg

Beim Auftakt der diesjährigen Ardennen-Klassiker ist der frühere Giro-Sieger Damiano Cunego zum Sieg gefahren. Der Italiener vom Team Lampre gewann das 43. Amstel Gold Race auf dem Cauberg in Valkenburg nach 257km in 6:35:43 Stunden im Sprint vor Frank Schleck (Luxemburg) und Alejandro Valverde (Spanien). Gerolsteiner-Profi Davide Rebellin kam als Vierter ins Ziel.

Vorjahressieger Stefan Schumacher (Nürtingen/Gerolsteiner) erwischte keinen guten Tag und musste bereits am vorletzten Anstieg abreißen lassen. Der WM-Dritte kam mit deutlichem Rückstand ins Ziel. Erik Zabel (Unna/Milram) war auf dem hügeligen Kurs durch die Ardennen-Ausläufer ohne Chance. Der Altmeister Erik Zabel verlor bereits 25 km vor dem Ziel den Anschluss und spielte bei der Entscheidung keine Rolle. Am Schlussanstieg konterte der frühere Giro-Sieger Cunego eine Attacke von Schleck und sprintete unwiderstehlich zu seinem ersten Amstel-Sieg. Bereits am Mittwoch steht für das Peloton der Fleche Wallonne auf dem Programm, ehe es sich am kommenden Sonntag bei Lüttich-Bastogne-Lüttich wieder aus den Ardennen verabschiedet.

Gerolsteiner hatte in Schumacher, Rebellin und dem deutschen Straßenradmeister Fabian Wegmann gleich drei Trümpfe am Start in Maastricht. Doch die von Teamchef Hans-Michael Holczer prognostizierte Unberechenbarkeit erledigte sich bereits 15 km vor dem Ziel, als sich lediglich Rebellin noch in der Spitzengruppe mit Schleck und Cunego befand. Schumacher musste abreißen lassen und erfüllte die in ihn gesetzten Hoffnungen nicht.

Ende vergangenen Jahres war der Schwabe bei der Eifel-Equipe noch durch eine Alkoholfahrt und bei der anschließenden Polizeikontrolle gefundene Amphetaminspuren im Blut in Ungnade gefallen. In einem Gespräch mit Holczer waren die Differenzen jedoch ausgeräumt worden, Schumacher gestand seinen Fehler ein und zahlte einen unbekannten Betrag an das Gerolsteiner-Nachwuchsteam. Über 100 km bestimmten die drei Ausreißer Kristof Vandewalle, Albert Timmer und Juri Kriwzow das Renngeschehen. Das Trio hatte sich wenige Kilometer vor dem Start abgesetzt und einen maximalen Vorsprung von knapp 13 Minuten herausgefahren. Durch die Tempoarbeit von Gerolsteiner endete die Flucht jedoch 35 km vor dem Ziel.

Knapp 20 km vor dem Ziel suchte High-Road-Profi Kim Kirchen am Eyserbosweg die Entscheidung, konnte jedoch einer Konterattacke des Belgiers Johan van Summeren nicht folgen. Wiederum musste Gerolsteiner die Nachfolgearbeit leisten. Doch Schumachers Träume von der Wiederholung des Erfolgs zerplatzten nach einer erneuten Attacke bereits am Keutenberg.