2008.04.22 Neuss : Auch Manaudou sagt 200m Freistil für Peking ab

Nachdem bereits Britta Steffen ihre Absage publik gemacht hat, erklärte nun auch Frankreichs Schwimmstar Laure Manaudou ihren Verzicht über die 200m Freistil in Peking.

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Laure Manaudou steckt in der Krise

Britta Steffen steht mit ihrer Absage über 200m Freistil nicht mehr allein da. Auch Frankreichs Superstar Laure Manaudou verzichtet auf diese Strecke bei Olympia in Peking. Einen Tag nach ihrer glanzlosen Qualifikation als Zweite über die doppelte Distanz sagte Manaudou bei der nationalen Ausscheidung in Dünkirchen den Start im Halbfinale über ihre Weltmeister- und Weltrekordstrecke ab. Damit hat Vize-Weltmeisterin Annika Lurz aus Würzburg, die am Montag das Ticket nach Peking mit dem deutschen Meistertitel perfekt gemacht hatte, eine große Rivalin weniger.

Manaudou in der Krise

Manaudou steckt hingegen in der Krise. Der Traum vom erneuten Olympiasieg über 400m Freistil wie 2004 in Athen wäre für sie am Montag beinahe geplatzt. Hinter der Rumänin Camelia Potec und Coralie Balmy hatte sie nur Platz drei belegt, sich aber auf ihrer favorisierten Distanz neben Balmy das Peking-Ticket gesichert.

Nach ihrer ersten Niederlage auf dieser Strecke seit vier Jahren brach Manaudou in Tränen aus, schwänzte den Fototermin nach der Siegerehrung und schimpfte auf den alten Anzug ihres Ausrüsters arena - allerdings war Potec im gleichen Anzug geschwommen.

Frankreichs Cheftrainer Claude Fauquet sprach von einem "Unfall und schweren Problem". Manaudou hat stürmische Zeiten hinter sich. Allein in dieser Saison wechselte sie viermal ihren Trainer. Bei der EM in Eindhoven verlor sie unter anderem ihren Weltrekord über 400m Freistil an die Italienerin Federica Pellegrini, die inzwischen auch noch mit Manaudous Ex-Freund Luca Marin zusammen ist.