2008.04.26 Neuss : Loeb nach Crash in Jordanien ausgeschieden

Sebastien Loeb ist nach einem Unfall beim Rallye-WM-Lauf in Jordanien ausgeschieden. Kurz nachdem der Weltmeister die Führung im Klassement übernommen hatte, machte der Crash alle Hoffnungen zunichte.

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Für Sebastien Loeb war der WM-Lauf nach einem Crash beendet

Wie nah Sieg und Niederlage beieinander liegen, musste Sebastien Loeb am eigenen Leib erfahren. Der Weltmeister ist nach einem Unfall beim ersten WM-Lauf der Rallye-Geschichte in Jordanien ausgeschieden. Der Franzose hatte am Samstagmorgen zunächst die Führung vom Spanier Dani Sordo übernommen, stieß dann jedoch in einer nicht einsehbaren Kurve frontal mit Conrad Rautenbach (Simbabwe/alle Citreon) zusammen. Rautenbach, der sich auf dem Weg zu einer anderen Wertungsprüfung als Loeb befand, konnte ebenfalls nicht weiterfahren. Beide Fahrer und ihre Co-Piloten blieben unverletzt.

Sordo steht nach dem zweiten Tag mit 8,5 Sekunden Vorsprung auf den Finnen Jari-Matti Latval (Ford) an der Spitze der Gesamtwertung. Dritter ist Mikko Hirvonen (Finnland/Ford), der durch Loebs Unfall in der WM-Gesamtwertung nach vorn kommen kann. Nach vier von 15 WM-Läufen liegt Loeb mit 30 Punkten fünf Zähler vor Hirvonen.

Loeb in der Einzelwertung chancenlos

Auch wenn er in der Einzelwertung nun chancenlos ist, könnte Loeb am Sonntag auf die Strecke zurückkehren, um Punkte in der Konstrukteurs-Wertung zu sammeln. Für jede verpasste Wertungsprüfung bekommt der viermalige Weltmeister zwar fünf Strafminuten aufgebrummt. Da aber nur sechs Teams mit je zwei Autos in der Hersteller-Wertung mitfahren, könnte Loeb dort noch um Rang sieben oder acht kämpfen.