2008.04.26 Neuss : Pole für Räikkönen in Barcelona

Weltmeister Kimi Räikkönen startet am Sonntag von der Pole Position in den Großen Preis von Spanien in Barcelona. Der "Iceman" setzte sich im Qualifying vor Fernando Alonso und Felipe Massa durch.

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Nick Heidfeld war erneut bester Deutscher

Im Qualifying zum Großen Preis von Spanien in Barcelona hat Ferrari einmal mehr seine Dominanz unter Beweis gestellt. In der entscheidenden dritten Qualifikationsphase drehte Weltmeister Kimi Räikkönen (1:21,813 Minuten) die schnellste Runde. Zweiter wurde Fernando Alonso im Renault in 1:21,904 Minuten, den dritten Rang belegte Felipe Massa (1:22,058) im zweiten Ferrari. Bester Deutscher war Nick Heidfeld im BMW, der in 1:22,542 Minuten auf Platz neun landete.

"Ich war sehr aufgeregt, als ich über die Linie fuhr. Als ich die Zeit sah, wusste ich, dass es mindestens die erste Reihe sein würde", beschrieb der bislang in dieser Saison relativ erfolglose Renault-Pilot Alonso den Moment, der auf den Tribünen in Barcelona die Fans in Ekstase versetzte. "Iceman" Räikkönen konterte aber wenige Augenblicke später eiskalt und holte sich in 1:21,813 Minuten die 15. Pole seine Karriere, die erste in dieser Saison. "Das ist der beste Platz, um morgen das Rennen zu gewinnen", sagte der Finne.

Heidfeld nicht überzeugend

Von diesen Bereichen war Heidfeld, der in der WM-Wertung hinter Räikkönen auf Platz zwei liegt, weit entfernt. "Ich habe es heute nicht ganz so gut hinbekommen und muss jetzt auf einen guten Start hoffen", sagte "Quick Nick" etwas enttäuscht. Auch BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen hatte von dem 30 Jahre alten Mönchengladbacher "ein bisschen mehr erwartet".

Freuen durfte sich Theissen allerdings über den Polen Robert Kubica, der als Vierter nur sieben Tausendstelsekunden hinter dem Brasilianer Felipe Massa im zweiten Ferrari lag und die erste Startreihe nur um 161 Tausendstelsekunden verfehlte. "Robert hat das herausgeholt, was möglich war", meinte Theissen, dessen Team am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) am 848. Tag seines Bestehens erstmals als Führender der Konstrukteurswertung in ein Formel-1-Rennen geht. Mit 30 Zählern liegen die Weiß-Blauen vor Ferrari (29) und McLaren-Mercedes (28).

Erst hinter Kubica auf den Plätzen fünf und sechs stehen die Silberpfeile des Briten Lewis Hamilton und des Finnen Heikki Kovalainen. Mercedes-Sportchef Norbert Haug vertraut aber auf eine gute Strategie. "Die ersten Fünf waren innerhalb von nur drei Zehntelsekunden, das ist eng wie selten zuvor", meinte Haug.

Noch schlimmer als Heidfeld erwischte es unterdessen die übrigen vier deutschen Piloten, die alle hinter ihren Erwartungen und auch deutlich hinter ihren Teamkollegen zurückblieben. Bester von ihnen war noch Timo Glock (Wersau) im Toyota auf Position 14, dem aber drei Zehntelsekunden auf Jarno Trulli (Italien) fehlten, der am Ende auf Startplatz acht fuhr.

Rosberg langsamer als Teamkollege Nakajima

Nico Rosberg (Wiesbaden) landete im Williams-Toyota nur auf Rang 15 und damit erstmals drei Plätze hinter Formel-1-Neuling Kazuki Nakajima (Japan). "Das Wochenende hatte schon schlecht angefangen. Das Auto ging überhaupt nicht, ich habe die richtige Balance nicht gefunden", sagte Rosberg.

Sebastian Vettel (Heppenheim) war im Toro-Rosso-Ferrari als 18. zum zweiten Mal in Folge langsamer als der auf Platz 16 stehende Franzose Sebastien Bourdais - und das sogar gleich um knapp sechs Zehntelsekunden. Für Adrian Sutil (Gräfelfing) auf Platz 20 gab es auch im vierten Rennen kein Vorbeikommen an Routinier Giancarlo Fisichella (Italien). Eine gebrochene Bremsscheibe hatte ihm die entscheidende Runde kaputt gemacht, so dass am Ende sogar sieben Zehntelsekunden Rückstand zu Buche standen.