2008.04.27 Neuss : Hamburg-Marathon als Sprungbrett für Olympia

Der 23. Hamburg-Marathon wird für die deutschen Läufer der Gradmesser für die Teilnahme in Peking. Europameisterin Ulrike Maisch muss die Norm von 2:31:00 Stunden unterbieten.

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Ulrike Maisch will in Hamburg die Olympia-Qualifikation erreichen

Bei der 23. Auflage des Hamburg-Marathons (ab 9.00 Uhr) dreht sich für die deutschen Läufer heute alles um die Olympia-Qualifikation für die Sommerspiele in Peking (8. bis 24. August). Dies gilt vor allem für Europameisterin Ulrike Maisch (Rostock), die angesichts der Stärke ihrer Konkurrenz wohl deutlich unter der Norm von 2:31:00 Stunden bleiben muss. Wenig Chancen auf Erreichen der Männer-Richtzeit von 2:13 haben dagegen Straßenlauf-Meister Martin Beckmann (Leinfelden-Echterdingen) und Falk Cierpinski, Sohn des zweimaligen Olympiasiegers Waldemar Cierpinski.

Maisch will sich neben der mit deutschem Rekord in London siegreichen Irina Mikitenko (Wattenscheid/2:24:14) für das deutsche Dreier-Team bei Olympia qualifizieren. Die Norm schafften bereits die Leverkusenerin Melanie Kraus (2:28:56) und 10.000-m-Spezialistin Sabrina Mockenhaupt (Köln/2:29:33).

Maisch traut sich die Qualifikation zu

"Da muss ich schon eine 2:29 laufen, aber das traue ich mir auch zu", gibt sich Maisch zuversichtlich. Als Fünfte im Bunde hofft auch die Braunschweigerin Luminita Zaituc (2:30:09) auf ein Peking-Ticket. Die frühere EM-Zweite wird eine Woche nach Hamburg beim Marathon in Düsseldorf starten. Dort hoffen auch noch andere auf ihre Chance.

Bei den Männern wäre es dagegen schon ein großer Erfolg, wenn zumindest ein Läufer die Norm von 2:13 Stunden erfüllen würde. "Es muss natürlich alles passen, aber ich denke, die Zeit ist machbar", sagt Cierpinski, der bislang eine Bestzeit von 2:19:04 Stunden zu Buche stehen hat. Eine große Herausforderung ist die Norm auch für Beckmann, der seinen bislang schnellsten Marathon vor einem Jahr in Hamburg in 2:15:22 Stunden bewältigte.

Insgesamt haben 23.050 Läufer für die 42,195-km-Strecke in der Hansestadt gemeldet. Als zweitgrößter deutscher Marathon nach Berlin gehört Hamburg damit weiterhin zu den Top-Ten in der Welt.