2008.04.28 Neuss : "Mavs" vor dem Aus, Spurs vergeben Matchball

Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks droht nach der dritten Niederlage im vierten NBA-Play-off-Spiel gegen New Orleans das Aus. Phoenix konnte im Duell mit San Antonio verkürzen.

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Dirk Nowitzki (r.) im Duell mit David West

Den Dallas Mavericks droht in den Play-offs der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA erneut das vorzeitige Aus in der ersten Runde. Die "Mavs" um den deutschen NBA-Star Dirk Nowitzki verloren das vierte Spiel gegen die New Orleans Hornets 84:97 und liegen in der "best-of-seven"-Serie nun mit 1:3 hinten. Das vorzeitige Aus abwenden konnten unterdessen die Phoenix Suns. Im vierten Duell mit dem amtierenden Champion San Antonio Spurs setzten sich die Suns 105:86 durch und konnten in der Serie auf 1:3 verkürzen.

Unterdessen haben die Cleveland Cavaliers nach einem 100:97 bei den Washington Wizards ihren Vorsprung auf 3:1 ausgebaut. Die Detroit Pistons konnten durch einen 93:84-Erfolg in Philadelphia die Serie zum 2:2 ausgleichen.

David West führt Hornets zum Sieg

In Dallas führten David West mit 24 Punkten und neun Rebounds sowie Peja Stojakovic mit 19 Zählern die Hornets zum Auswärtserfolg. Dirk Nowitzki war zwar mit 22 Punkten und dreizehn Rebounds einmal mehr bester Akteur auf Seiten der "Mavs", konnte die Niederlage aber am Ende nicht verhindern. Jason Terry kam als zweitbester Werfer der Texaner auf 20 Zähler.

"Aus und vorbei, diese Serie ist Vergangenheit", resümierte ein frustrierter Nowitzki unmittelbar nach dem Spiel. In der Nacht zum Mittwoch (1.00 Uhr MESZ/live bei Premiere) stehen die Hornets nun vor dem Matchball und Nowitzki zum zweiten Mal in Folge vor dem Erstrunden-Aus. Das Fünkchen Hoffnung, das nach dem 97:87 in Spiel drei glimmte, scheint bei den Mavericks erloschen. Zu viel spricht gegen die Texaner, die vor dem fünften Aufeinandertreffen am Dienstag in New Orleans seit acht Auswärtsspielen auf einen Sieg warten. Dagegen feierten die Hornets im 13. Anlauf seit 1998 den ersten Erfolg in Dallas.

Nowitzki: "In der Offensive einfach zu schwach"

Bei der Suche nach Erklärungen reichte Nowitzki der Blick auf die Statistik: "Wir haben in der Serie in der Offensive einfach zu schwach gespielt." Nur 33 Prozent lautete zum Beispiel die Trefferquote in der ersten und nur 36 in der vierten Begegnung. Dennoch sieht sich Nowitzki auch in New Orleans in der Pflicht, bis zum Ende alles zu geben. "Das sind wir unseren Fans und den Verantwortlichen des Teams schuldig. In dieser Liga scheint in dieser Saison alles möglich zu sein", sagte der deutsche Nationalspieler.

Und auch Klub-Besitzer Mark Cuban, so mutmaßt die Zeitung The Dallas Morning News, wird nach seinen Investitionen in insgesamt acht Verstärkungen in der laufenden Saison, im fünften Spiel mehr Gegenwehr erwarten. "Es war ein erneut schweres Spiel in einer verdammt schweren Serie", stellte Coach Avery Johnson fest, an dem - allerdings noch verhalten - erste Kritik formuliert wird. Bereits im vergangenen Jahr war er mit dem damals besten Vorrunden-Team der Liga (67 Siege) in der ersten Runde an den Golden State Warriors gescheitert.

West: "Entscheidenden Punch setzen"

Vor Selbstbewusstsein strotzen die Hornets, die ihre letzte Play-off-Serie vor sechs Jahren gewinnen konnten. "Unsere Mannschaft war in der Defensive wesentlich aggressiver. Damit haben wir Dallas vor große Probleme gestellt", meinte David West. "Jetzt wollen wir den entscheidenden Punch setzen."

Phoenix durfte sich bei Raja Bell und Boris Diaw bedanken, die die Suns zum ersten Erfolg im vierten Spiel gegen San Antonio führten. Während Bell als bestem Werfer auf dem Parkett insgesamt 27 Punkte gelangen, steuerte der Franzose Diaw 20 Zähler, zehn Rebounds und acht Assists zum Sieg bei. Tony Parker war mit 18 Punkten bester Werfer der Spurs.

Der Spieltag im Überblick:

Philadelphia 76ers - Detroit Pistons 84:93 (Play-off-Stand: 2:2), Washington Wizards - Cleveland Cavaliers 97:100 (1:3), Dallas Mavericks - New Orleans Hornets 84:97 (1:3), Phoenix Suns - San Antonio Spurs 105:86 (1:3)