2008.05.04 Neuss : Bradl landet in Shanghai auf Platz fünf

Stefan Bradl ist beim Motorrad-Grand-Prix in Shanghai auf den fünften Platz gefahren. Auch in der WM-Wertung der Achtel-Liter-Klasse ist der Zahlinger Fünfter.

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Stefan Bradl wurde Fünfter

Im Regen von Schanghai hat Deutschlands Motorrad-Hoffnung Stefan Bradl sich keinen Ausrutscher geleistet und seine Zugehörigkeit zur Weltelite bestätigt. Der Aprilia-Pilot aus Zahling beendete den vierten WM-Lauf der 125er-Klasse in China nach einigen Stürzen der Konkurrenten auf dem fünften Platz und verkürzte den Rückstand auf den WM-Führenden Simone Corsi (Italien/Aprilia), der das Rennen nach einem Ausritt ins Kiesbett nicht beendete, auf elf Punkte.

Beim ersten Sieg des Italieners Andrea Iannone musste Bradl allerdings Mike Di Meglio (Frankreich/Derbi) in der Gesamtwertung vorbeiziehen lassen. Bradl (48) belegt hinter Corsi (59), Nicolas Terol und Joan Olive (beide Spanien/50) sowie Di Meglio (49) jetzt den fünften Platz.

Sandro Cortese (Berkheim/Aprilia) verschenkte in einem turbulenten Rennen mit einem Sturz in der letzten Runde noch den schon sicher geglaubten achten Platz und landete als 16. nicht in den Punkterängen. Bradls Teamkollege Robin Lässer (Isny) stürzte bei seinem Comeback nach einer Halswirbel-Verletzung in der elften Runde und schied aus.

Mit dem zweiten Sieg im vierten Saisonrennen zur Motorrad-Weltmeisterschaft hat Mika Kallio seine Führung in der 250er-Klasse ausgebaut. Der finnische KTM-Pilot, in den Jahren 2005 und 2006 Vizeweltmeister der 125er, gewann am Sonntag den Grand Prix von China in Schanghai und liegt in der WM-Wertung mit 82 Punkten 21 Zähler vor Verfolger Mattia Pasini (Italien/Aprilia), der auf nasser Strecke hinter Hiroshi Aoyama (Japan/KTM/44) Dritter wurde. Deutsche Fahrer sind in der Viertelliter-Klasse erstmals seit 1977 nicht mehr am Start.

Rossi nicht zu schlagen

Motorrad-Superstar Valentino Rossi hat mit seinem ersten Saisonsieg in der Königsklasse MotoGP eindrucksvoll Kurs auf seinen achten WM-Titel genommen. Der Yamaha-Pilot aus Italien gewann den China-Grand-Prix in Schanghai vor dem Spanier Dani Pedrosa (Honda), der die WM-Wertung nun alleine anführt. Der zuvor punktgleiche Jorge Lorenzo (Spanien/Yamaha) fuhr auf Platz vier.

250er-Weltmeister Lorenzo war trotz einer im Training erlittenen Fraktur im Fußgelenk aufs Motorrad gestiegen und liegt nun sieben Punkte hinter Honda-Pilot Pedrosa (74:81), Rossi (72) folgt auf Rang drei vor Weltmeister Casey Stoner (Australien).