2008.05.06 Neuss : Sechstes WM-Gold und Ehrentitel für Thomas Lurz

Thomas Lurz hat bei der WM in Sevilla den Titel-Hattrick über fünf Kilometer perfekt gemacht. Mit seinem sechsten WM-Gold ist er der erfolgreichste Langstreckenschwimmer aller Zeiten.

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Thomas Lurz gewinnt sechstes WM-Gold

Bei der WM in Sevilla hat Thomas Lurz beim Freiwasserschwimmen mit dem Gewinn seiner zweiten Medaille allen Grund zum Feiern. Über fünf Kilometer schwamm der 28-Jährige zu seinem sechsten WM-Gold und gleichzeitig zum Titel des erfolgreichsten Langstreckenschwimmers aller Zeiten. Der Würzburger verwies auf der Ruderregattastrecke im Rio Guadalquivir in 54:57,3 Minuten 10-km-Sieger Wladimir Diatschin aus Russland (54:58,8) und den Niederländer Maarten van der Weijden (55:00,8) auf die Plätze zwei und drei.

Für Lurz war es zugleich die zweite Medaille nach Bronze und erfolgreicher Olympia-Qualifikation über die doppelte Distanz. Der Mainzer Christian Hein verpasste auf Rang fünf dagegen ebenso eine Medaille wie Britta Kamrau-Corestein als Siebte und Angela Maurer auf Platz 24 beim fünften Coup der Russin Larisa Ilschenko in Folge. Lurz demonstrierte einmal mehr seine Klasse und Nervenstärke.

"WM-Titel nützen mir in Peking nichts"

"Meine Rechnung ist aufgegangen. Ich habe mich 600 Meter vor dem Ziel an die Spitze gesetzt und den Vorsprung nicht mehr abgegeben. Ich bin sehr zufrieden", erklärte der 28-Jährige: "Das war die gelungene Revanche für die 10km am Sonntag."

In der Stunde des Triumphes dachte Lurz aber auch schon an Peking. "Meine ganzen WM-Titel nützen mir da gar nichts. Dort muss ich topfit sein. Dafür werde ich alles tun", erklärte der Angehörige der Bundeswehr. Der Mainzer Hein, der die Olympia-Teilnahme verpasst hatte, schwamm in 55:04,6 auf Platz fünf. Kamrau konnte sich nicht für das Debakel über 10km mit Platz 39 rehabilitieren. "Auf den letzten 400 Metern hat mir die Kraft gefehlt", sagte die Rostockerin (1:00:19,2 Stunden), die noch immer unter den Nachwirkungen eines Infektes leidet und erst am Montag von den Ärzten grünes Licht für einen Start bekommen hatte. Maurer spürte die Anstrengungen vom siebten Platz am Samstag. "Ich bin ausgelaugt und konnte am Ende nichts mehr zusetzen", erklärte die 32 Jahre alte Mainzerin.

Ilschenko sicherte sich in 1:00:04,46 Stunden den Titel vor ihrer russischen Teamkollegin Jekaterina Seliwerstowa (1:00:07,6) und Chloe Sutton aus den USA (1:00:09,9). Die 19 Jahre alte Russin feierte damit nach den 10km nicht nur einen Doppelerfolg, sondern triumphierte zum fünften Mal in Folge über 5km. Es war ihr achter WM-Titel.