2008.05.07 Neuss : Nordkorea fordert von der FIFA Spielverlegung

Nordkorea fordert für das Spiel um die WM-Qualifikation gegen Südkorea eine Spielverlegung. Das Hinspiel (0:0) wurde bereits auf Anweisung der FIFA in China ausgetragen.

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Nordkorea fordert eine Verlegung

Das brisante Qualifikationsduell für die WM 2010 zwischen den Bruderstaaten Süd- und Nordkorea sorgt weiter für Unruhe. Nachdem das ursprünglich im nordkoreanischen Pjöngjang geplante Hinspiel auf Anordnung des Weltverbandes in Schanghai/China (0:0) ausgetragen wurde, verlangt das kommunistische Nordkorea von der FIFA nun auch eine Verlegung des Rückspiels außerhalb von Südkorea.

Das Duell ist von den Südkoreanern auf den 22. Juni terminiert worden und soll nach dem Willen des WM-Co-Gastgebers von 2002 auch in Seoul stattfinden. Es werde keine Änderung geben, sagte ein südkoreanischer Verbandssprecher.

Nach diversen Auseinandersetzungen um die Nationalflaggen und -Hymnen wurde der erste Vergleich vom Weltverband vom nordkoreanischen Pjöngjang nach Schanghai verlegt. Die FIFA entschied, das Spiel in China stattfinden zu lassen, weil sich Nordkorea geweigert hatte, im Kim-Il-Sung-Stadion die südkoreanische Flagge zu hissen und die südkoreanische Hymne spielen zu lassen. Die Südkoreaner signalisierten im Hinblick auf das zweite Duell, dass sowohl die nordkoreanische Flagge gehisst als auch die nordkoreanische Hymne gespielt werde.

Seit dem Korea-Krieg (1950 bis 1953) und der Teilung des Landes befinden sich beide Staaten immer noch offiziell im Kriegszustand, weil nach den militärischen Auseinandersetzungen vor mehr als einem halben Jahrhundert kein Friedensvertrag geschlossen wurde.

Südkorea schaffte als Co-Gastgeber mit der WM-Halbfinalteilnahme 2002 das bislang beste Ergebnis. Nordkorea war seit 1966 nicht mehr bei einer WM vertreten. Damals bei der Weltmeisterschaft in England sorgten die Nordkoreaner allerdings durch das 1:0 gegen Italien für die größte Überraschung und erreichten das Viertelfinale.