2008.05.08 Neuss : DFB-Projekt für JVA: "Anstoß für ein neues Leben"

Der DFB hat den Startschuss für das Projekt "Anstoß für ein neues Leben" gegeben. Jugendliche Strafgefangene erhalten fußballerisches Sozialtraining während der Haft und für später.

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Theo Zwanziger und Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter

In der JVA Iserlohn ist ein neues Programm der Sepp-Herberger-Stiftung des DFB gestartet. Das Motto des Projekts lautet "Anstoß für ein neues Leben". Den symbolischen Anstoß vollzogen Dr. Theo Zwanziger, Präsident des DFB und Kuratoriumsvorsitzender der Sepp-Herberger-Stiftung, Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter und Franz Josef Knieps, Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertages.

Kernpunkte von "Anstoß für ein neues Leben" sind ein fußballerisches Sozialtraining während der Haft und Wiedereingliederungshilfen nach der Entlassung. Schirmherr des ersten, künftig jährlich ausgetragenen Turniers um den Sepp-Herberger-Pokal von Mannschaften aus den Anstalten des Jugendstrafvollzugs in Nordrhein-Westfalen ist Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Er will am 7. Juni in Iserlohn die Siegerehrung vornehmen. Steffi Jones, Horst Eckel, Helmut Haller, Heiko Herrlich und Erich Rutemöller sind Paten aus dem Sport.

Bei dem bislang einzigartigen Projekt sollen insgesamt 90 nach dem Jugendstrafrecht verurteilte junge Männer und Frauen mit Hilfe des Fußballs auf das Leben nach der Haft vorbereitet werden. Nach der Entlassung werden ihnen zudem konkrete Hilfen zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft angeboten. "Anstoß für ein neues Leben" ist gemeinsam mit dem Justizministerium als Langzeitprojekt angelegt.