2008.05.10 Neuss : Billard-Tor ärgert Bielefeld

Arminia Bielefeld hat durch 2:2 (2:1) am 33. Spieltag gegen Borussia Dortmund den vorzeitigen Klassenerhalt verpasst. Ein Billard-Tor bescherte dem BVB den Ausgleich.

tr
Sibusiso Zuma (l.) und Christian Wörns im Zweikampf

Durch ein unglückliches Eigentor von Torhüter Rowen Fernandez hat Arminia Bielefel den vorzeitigen Klassenerhalt in der Bundesliga verpasst. Beim 2:2 (2:1) im Westfalenderby gegen eine Rumpfelf von Borussia Dortmund unterlief dem südafrikanischen Nationaltorhüter sieben Minuten vor dem Ende das Missgeschick, als der Ball nach einem Freistoß von Alexander Frei vom Pfosten gegen den Kopf von Fernandez sprang und von dort ins Tor.

Ohne diesen Treffer wären die Bielefelder bereits vor dem letzten Spiel beim entthronten deutschen Meister VfB Stuttgart gerettet gewesen. Dortmund blieb dagegen zum vierten Mal in Folge ungeschlagen, Trainer Thomas Doll könnte damit weitere Pluspunkte im Kampf um seinen Arbeitsplatz gesammelt haben.

Thorben Marx per Foulelfmeter (24.) und Artur Wichniarek (34.) hatten die Ostwestfalen zweimal in Führung gebracht. Den ersten Ausgleich für Dortmund, das das Spiel nach der Gelb-Roten Karte gegen Robert Kovac (76.) in Unterzahl beendete, gelang dem früheren Bielefelder Delron Buckley (28.).

Vor der Partie vor 27.400 Besuchern wurden gleich fünf Arminia-Profis offiziell verabschiedet. Besonders emotional verlief dies beim langjährigen Stammtorhüter Mathias Hain, den die komplette Mannschaft mit einem Banner mit der Aufschrift "Danke Matze für acht Jahre Leidenschaft" verabschiedete.

Im Spiel waren die Dortmunder zunächst trotz der Personalsorgen das bessere Team und hätten durch Frei in der achten Minute bereits in Führung gehen können. Danach kam die Arminia immer besser ins Spiel, profitierte beim 1:0 aber von der Unerfahrenheit von BVB-Keeper Marcel Höttecke. Dieser riss Wichniarek in völlig ungefährlicher Position zu Boden, Marx verwandelte den fälligen Strafstoß zu seinem ersten Tor im 49. Bundesliga-Einsatz für die Arminia. Nur fünf Minuten später hatte die Arminia-Abwehr einen völligen Blackout, den der Ex-Armine Buckley auf Vorlage von Frei zum Ausgleich nutzte.

Doch auch die Arminia schlug umgehend zurück. Nach einem schönen Lupfer von Daniel Halfar köpfte Wichniarek den Ball aus kurzer Distanz ins Netz. Nach dem Wechsel blieb die Partie jederzeit offen und interessant. Die Bielefelder drängten zunächst auf die Entscheidung, und verlegten sich erst aufs Kontern als die Dortmunder ihrerseits den Druck verstärkten. Zum Ausgleich kamen die Borussen aber nur durch das Missgeschick von Fernandez.