2008.05.10 Neuss : Bremen zementiert zweiten Platz

Auf dem direkten Weg in die Champions League befindet sich weiter Werder Bremen. Am 33. Spieltag schlugen die Hanseaten zu Hause Hannover 96 6:1 (2:0) und bleiben damit Zweiter.

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Bremens Frings (l.) setzt sich gegen Lauth durch

Für den doppelten Derbysieger Werder Bremen ist die direkte Qualifikation für die Champions League zum Greifen nahe. Die Elf von Trainer Thomas Schaaf bezwang drei Tage nach dem 1:0 beim Hamburger SV auch den zweiten Nordrivalen Hannover 96 6:1 (2:0). Ein Sieg bei Bayer Leverkusen zum Saisonabschluss am Samstag würde den Hanseaten zum fünften Mal in Serie den Sprung in die lukrative Gruppenphase der Königsklasse sichern.

Hugo Almeida (14.), der überragende Naldo (27.) und Tim Borowski (73.), der vor seinem Wechsel zu Bayern München freundlich verabschiedet wurde, Ivan Klasnic (80.), Markus Rosenberg (82.) und Aaron Hunt (87.) bescherten Werder den Kantersieg gegen den Lieblingsgegner aus Hannover und den sechsten Sieg aus den vergangenen sieben Bundesliga-Spielen. Die Gäste kamen in der 90. lediglich durch Szabolcs Huszti zum Ehrentreffer. Der Ungar scheiterte zunächts mit einem Elfmeter an Tim Wiese, verwandelte aber den Nachschuss. Mit der ersten Niederlage seit sechs Spielen und einer lustlosen Leistung verspielten die Niedersachsen ihre letzte UI-Cup-Chance.

Vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion waren die Gastgeber von Beginn an überlegen, während Kopftorjäger Mike Hanke (Magendarmvirus) den Gästen an allen Ecken und Enden fehlte. Werder hatte das Spiel im Griff und auch die erste Großchance: Nationalspieler Torsten Frings schoss einen Freistoß von Albrecht mit dem Vollspann an die Querlatte - Robert Enke im Tor der Niedersachsen wäre geschlagen gewesen (12.). Zwei Minuten später folgte Naldos Geistesblitz. Der Brasilianer legte sich den Ball selbst vor und narrte die komplette Abwehr, Almeida musste zu seinem elften Saisontor nur noch einschieben.

Nach der Führung machte Werder weiter mächtig Druck. Rosenberg (19.) und Borowski (20.) ließen weitere Gelegenheiten ungenutzt, 96 hatte lange Zeit nicht einmal den Ansatz einer Torchance. Erst als Werder nachließ, näherten sich Benjamin Lauth (55.) und Jiri Stajner dem Bremen Tor.

In der zweiten Halbzeit kam nach dem 3:0 von den Gästen überhaupt kein Aufbäumen mehr, Werder führte den Gegner vor und machte aus dem Pflichtsieg ein Schützenfest, obwohl es durch eigene Überheblichkeit sogar noch einige Torchancen vertendelte.