2008.05.10 Neuss : Deutschland-Achter für Endlauf qualifiziert

Der Deutschland-Achter hat sein Minimalziel erreicht und ist über den Umweg Hoffnungslauf beim Ruder-Weltcup in München in den Endlauf eingezogen.

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Deutschland-Achter erreicht Endlauf

Der Deutschland-Achter ist beim Ruder-Weltcup in München nur kurzzeitig vom Kurs abgekommen und hat den Einzug in das Finale über den Umweg Hoffnungslauf perfekt gemacht. Das neu formierte Boot des Vize-Weltmeisters setzte sich in 6:11:57 Minuten mit knapp zwei Längen Vorsprung sicher gegen Kroatien (6:17:71) und Polen (6:19:06) durch. Den direkten Finaleinlauf hatte das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) am Freitag durch eine überraschende Vorlaufniederlage gegen Olympia-Gastgeber China verpasst.

Angeführt vom Achter ist der DRV knapp drei Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking am Sonntag in den Finals der 14 olympischen Klassen mit zwölf Booten vertreten. "Das ist eine gute Ausbeute. Viele Boote sind sehr überzeugend gefahren", sagte Sportdirektor Michael Müller.

Hacker erwartungsgemäß im Finale

Im Einer zog der deutsche Meister Marcel Hacker erwartungsgemäß ins Finale ein. Dem WM-Fünften aus Frankfurt/Main genügte dabei im Halbfinale ein zweiter Platz hinter dem Tschechen Ondrej Synek. "Ich musste nicht unbedingt gewinnen. Wichtig war es, dass ich bei der starken Konkurrenz im Finale stehe", meinte der 31-Jährige nach seinem kontrollierten Rennen.

Der zum Vorjahr auf drei Rollsitzen geänderte Achter gewann sein Rennen unterdessen souverän Start-Ziel. "Die Mannschaft hat sich ordentlich präsentiert. Sie hat nichts anbrennen lassen. Aber wir können uns noch steigern. Es wird schwer, aufs Treppchen zu kommen", so Bundestrainer Dieter Grahn.

Halbfinal-Siege gab es am Samstag auch durch Clemens Wenzel/Falko Nolte im Doppelzweier, Ann-Katrin Thiele/Christiane Huth (Leipzig/Potsdam) im Frauen-Doppelzweier, die WM-Dritten Berit Carow/Marie-Louise Dräger (Hamburg/Rostock) im Leichtgewichts-Doppelzweier, den Doppelvierer der Männer sowie den Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann, der ebenso wie der Frauen-Einer Mitte Juni in Posen bei der Olympia-Qualifikation noch das Ticket für Peking lösen muss.