2008.05.10 Neuss : "Zebras" im Galopp ins Unterhaus

Der MSV Duisburg muss den bitteren Gang in die 2. Bundesliga antreten. Am 33. Spieltag unterlagen die "Zebras" dem deutschen Meister Bayern München zu Hause mit 2:3 (0:3).

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Lukas Podolski (m.) wird von seinen Mitspielern beglückwünscht

Bayern München hat den sechsten Bundesliga-Abstieg des MSV Duisburg besiegelt. Die "Zebras" unterlagen am 33. Spieltag der Bundesliga dem bereits feststehenden Meister trotz einer Leistungssteigerng in der zweiten Halbzeit 2:3 (0:3) und haben am kommenden Samstag keine Chance mehr, die Abstiegsplätze zu verlassen.

Vor 31.500 Zuschauern in der ausverkauften MSV-Arena hatten Andreas Ottl (3.) sowie Nationalstürmer Lukas Podolski (18. und 20. ) die Gäste in der Anfangsphase scheinbar schon uneinholbar in Führung gebracht. Nach der Pause kamen die "Zebras" zwar noch einmal durch Mihai Tararache (48.) und Markus Daun (54.) auf 2:3 heran, konnten die zehnte Heimniederlage gegen die Bayern und die elfte in dieser Saison aber nicht mehr verhindern.

Die Münchner haben zum Abschied von Ex-Nationalkeeper Oliver Kahn noch die Möglichkeit, bei jetzt 20 Gegentoren den 20 Jahre alten Rekord von Werder Bremen (22 Gegentore) zu unterbieten.

Hitzfeld hatte seine Mannschaft gegenüber dem 2:0 gegen Bielefeld gleich auf sechs Positionen verändert. Neben den verletzten Luca Toni, Franck Ribery und Lucio fehlten zunächst auch Ze Roberto, Philipp Lahm und Christian Lell. Dafür rückten Marcell Jansen, Andreas Ottl, Willy Sagnol, Martin Demichelis, Jose Ernesto Sosa und erstmals auch Jan Schlaudraff in die Anfangsformation.

MSV-Trainer Rudi Bommer musste noch kurz vor dem Anpfiff umstellen, da Torjäger Manasseh Ishiaku wegen Knöchelproblemen nicht spielen konnte. Für ihn rückte Klemen Lavric in den Sturm neben Daun, der den müden Claudiu Niculescu ersetzte. Dazu kamen noch Pablo Caceres für den gesperrten Tobias Willi und Olivier Veigneau für Christian Tiffert ins Team.

Den besseren Start erwischten die Münchner. Schon in der 3. Minute traf Ottl aus 22 Metern nach einer zu kurzen Abwehr der MSV-Hintermannschaft zum 0:1 und bescherte Hitzfeld damit sein 500. Tor als Bayern-Trainer. Podolski schien danach mit seinem Doppelpack per Kopf (18.) und per Nachschuss (20.) nach einer Parade von Tom Starke gegen Sosa die Partie schon entschieden zu haben, zumal der MSV bis zum Pausenpfiff überhaupt kein Aufbäumen zeigte.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das schlagartig. Zunächst traf Tararache mit einem Fernschuss zum 1:3 (48.), sechs Minuten später gelang Daun das 2:3, als er von Daniel van Buyten angeschossen wurde und der Ball über den verdutzten Oliver Kahn hinweg ins Münchner Tor flog. Unmittelbar zuvor hatte Starke mit Glanzparaden gegen Schlaudraff und Podolski den endgültigen K.o. verhindert. Plötzlich war noch einmal Leben in der MSV-Arena, in der die Fans ihre Mannschaft noch einmal nach vorne trieben.