2008.05.11 Neuss : Superbike-Fahrer Neukirchner schreibt Geschichte

Max Neukirchner hat in der Superbike-WM den ersten deutschen Sieg der 21-jährigen Historie eingefahren. Der Suzuki-Fahrer hatte die Nase nur 0,058 Sekunden vor dem Japaner Haga.

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Der Japaner Noriyuki Haga hatte gegen Neukirchner das Nachsehen

Max Neukirchner hat am Sonntag Geschichte geschrieben. Der 25-Jährige konnte als erster deutscher Motorrad-Rennfahrer in der 21-jährigen Geschichte der Superbike-WM einen Sieg feiern. Der Thalheimer gewann bei der sechsten Veranstaltung in Monza den ersten Lauf. "Das Motorrad ist einfach perfekt gelaufen. Ich muss mich beim Team für die perfekte Arbeit bedanken", sagte Neukirchner.

Suzuki-Werksfahrer Neukirchner ging als Zweiter im Training aus der ersten Startreihe ins Rennen auf der 5,793km langen Strecke. Nach mehreren Führungswechseln überquerte Neukirchner, der die meiste Zeit führte, mit nur 58 Tausendstelsekunden Vorsprung vor Noriyuki Haga (Japan/Yamaha) die Ziellinie. Im zweiten Lauf wurde Neukichner Zweiter, damit belegt er in der Gesamtwertung Rang vier.

Bereits am 6. April in Valencia hatte der Sachse vor seinem ersten Sieg gestanden, als er in Führung liegend in der letzten Kurve mit Carlos Checa (Spanien) kollidierte und einen Schlüsselbeinbruch erlitt. Neukirchner wird in Deutschland seit Jahren als Nachfolger von Alex Hofmann für die Motorrad-Königsklasse MotoGP aufgebaut. Als dessen Ausstieg für die laufende Saison feststand, hatte er jedoch bereits einen Werksvertrag bei Suzuki für die neue Superbike-Saison unterschrieben. Die MotoGP findet damit in diesem Jahr ohne deutsche Beteiligung statt.

Am 15. Juni gastiert die Superbike-WM auf dem Nürburgring.