2008.05.12 Neuss : Hansa-Coach Pagelsdorf: "Ich bleibe an Bord"

Nachdem Hansa Rostocks Abstieg aus der Bundesliga seit dem letzten Spieltag besiegelt ist, äußerte sich Trainer Frank Pagelsdorf zu seiner Zukunft bei den Ostseestädtern.

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Hansa Rostocks Trainer Frank Pagelsdorf

Seit dem letzten Spieltag ist der Abstieg von Hansa Rostock aus der Bundesliga besiegelt. Wo die Gründe liegen und warum die Ostseestädter trotzdem positiv in die Zukunft blicken, erläutert Trainer Frank Pagelsdorf im Interview.

Frage: "Herr Pagelsdorf, nun ist der dritte Abstieg von Hansa perfekt. Was empfinden Sie jetzt?"

Frank Pagelsdorf: "Natürlich sind jetzt alle traurig. Aber es ist fantastisch, wie wir trotzdem von den Anhängern gefeiert werden. Ein Kompliment an die Fans. Das Spiel war heute symptomatisch für die ganze Saison. Zwei Dinge waren dabei offensichtlich: Uns fehlte in der ersten Halbzeit die Durchschlagskraft, und wir haben zu leicht Tore bekommen."

Frage: "Wie geht es jetzt weiter, sind die Zweitliga-Planungen schon im Gange?"

Pagelsdorf: "Ja, sie laufen bereits. Zwei, drei neue Spieler stehen kurz vor der Vertragsunterzeichnung. Außerdem haben wir einen Grundstock in der Mannschaft, der Verträge für die 2. Liga hat. Das Ziel muss sein, dieses Team zu verstärken. Wir wollen den direkten Wiederaufstieg, auch wenn unsere Möglichkeiten natürlich begrenzt sind."

Frage: "Heute hat Vorstandschef Dirk Grabow erklärt, mit Ihnen in die 2. Liga gehen zu wollen. Haben Sie ein so klares Bekenntnis des Vereins in der jetzigen Situation erwartet?"

Pagelsdorf: "Ich hatte schon die ganze Zeit über das Gefühl, dass der Vorstand voll hinter mir steht."

Frage: "Wollen denn auch Sie als Kapitän an Bord bleiben und Ihren bis 2009 laufenden Vertrag erfüllen? Zuletzt gab es Spekulationen um einen vorzeitigen Abgang."

Pagelsdorf: "Ich bin zwar nicht der Kapitän, aber ich bleibe an Bord."

Frage: "Vor dem Spiel gegen Leverkusen hatte der jetzt den Verein verlassende Rene Rydlewicz Sie und Hansa heftig attackiert und Ihnen unter anderem eine falsche Personalpolitik vorgeworfen. Haben Sie sich danach mit ihm ausgesprochen?"

Pagelsdorf: "Ja, ich habe mich mit ihm unterhalten. In dem Gespräch hat er seine Kritik relativiert. Ich denke, einem Spieler steht es nicht zu, den Klub auf diese Weise zu kritisieren."