2008.05.13 Neuss : Förster beim Giro nur von Cavendish geschlagen

Mark Cavendish (High Road) hat die vierte Giro-Etappe für sich enstchieden. Der Brite siegte knapp vor Gerolsteiner-Profi Robert Förster, Erik Zabel (Milram) wurde Sechster.

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Etappensieg beim Giro für Mark Cavendish

Nachwuchs-Ass Mark Cavendish vom T-Mobile-Nachfolgeteam High Road hat die erste Festland-Etappe des 91. Giro d'Italia knapp vor Gerolsteiner-Profi Robert Förster gewonnen. Den ersten Giro-Triumph seiner noch jungen Karriere machte der Brite nach 4:40:09 Stunden und 183km zwischen Pizzo Calabro und Catanzaro-Lungomare perfekt.

Zabel kommt als Sechster ins Ziel

Milram-Kapitän Erik Zabel landete chancenlos auf dem sechsten Platz und muss damit weiter auf seinen ersehnten ersten Giro-Sieg warten. "Meine Beine waren heute nicht so gut, und beim Sprint hatten wir eine Menge Gegenwind", sagte der 37 Jahre alte Routinier.

Dritter wurde Liquigas-Kapitän Davide Bennati, der am Vortag vor Zabel gewonnen hatte. Das auf Sizilien eroberte Rosa Trikot des Spitzenreiters in der Gesamtwertung verteidigte der Italiener Franco Pellizotti (Liquigas) auch im äußersten Südens des italienischen Stiefels erfolgreich. Überschattet wurde das Finale von einem Massensturz rund 700 Meter vor dem Ziel.

Hochstimmung bei High Road

Im High-Road-Lager herrschte nach dem Cavendish-Erfolg Hochstimmung. "Mark hat alles richtig gemacht. Dass er immer für Etappensiege gut ist, weiß man ja. Aber heute ist er in die Weltspitze gefahren", sagte Teamleiter Valerio Piva.

Auch sein Gerolsteiner Kollege Christian Henn war mit Platz zwei von Förster zufrieden: "Wir werden von Tag zu Tag besser. Auf bis jetzt jeder Etappe waren wir unter den besten Fünf vertreten. Dank Robert haben wir es heute aufs Podium geschafft."

Bei der Fahrt zwischen Thyrrhenischem und Ionischem Meer hatte Cofidis-Profi Rik Verbrugghe lange Zeit das Renngeschehen bestimmt. Der Belgier hatte direkt nach dem Start eine Solo-Attacke inszeniert und schon am Spada-Pass bei Kilometer 64 fast neun Minuten Vorsprung herausgefahren.

Feld stellt Verbrugghe 20km vor dem Ziel

Bei seinem rund 160km langen Alleingang holte Verbrugghe maximal rund elf Minuten Vorsprung heraus, der erst in der Schlussphase schnell zusammenschmolz. Doch rund 20km vor dem Ziel war die Solo-Fahrt des Giro-Rekordlers beendet. Verbrugghe hält seit seinem Prologsieg 2001 mit einem Temposchnitt von 58,874km/h für 7,6km den Geschwindigkeitsrekord bei der Italien-Rundfahrt.

Am Mittwoch verlässt die Giro-Karawane die Stiefelspitze und startet Richtung Norden. Die fünfte Etappe beginnt in Belverde Marittimo erneut am Tyhrrhenischen Meer. Nach rund 40km an der Küstenregion wird das Fahrerfeld ins Inland Richtung Apennin-Gebirge geführt. Das wellige Terrain mit nur einer Bergwertung über insgesamt 203km bis zum Ziel in Contusi Terme eignet sich für Ausreißer.