2008.05.13 Neuss : VfB Stuttgart stellt Schlussmann Schäfer frei

Raphael Schäfer kann sich einen neuen Arbeitgeber suchen. Der Torhüter des Bundesligisten VfB Stuttgart wurde für die letzten Tage der aktuellen Saison vom Dienst freigestellt.

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Raphael Schäfer ist freigestellt worden

Torhüter Raphael Schäfer kann bei Bundesligist VfB Stuttgart seinen Abschied vorbereiten. Die Klubbosse haben den Schlussmann, der im letzten Saisonspiel am Samstag gegen Arminia Bielefeld (15.30 Uhr/live bei Premiere) erneut für Ersatzmann Sven Ulreich seinen Platz zwischen den Pfosten räumen muss, in den letzten Tagen der Spielzeit bis Samstag vom Dienst freigestellt.

Schäfer wird damit nicht mehr am Training teilnehemen. "Ich habe das Angebot des Vereins angenommen, nicht am Trainingsbetrieb bis zum Saisonende teilzunehmen. Ich bin aber dennoch ein Teil der Mannschaft und werde dies auch bleiben. Alles Weitere wird sich ergeben", sagte er der Welt.

Zudem hat Trainer Armin Veh dem umstrittenen Keeper, der in den zurückliegenden Spielen erneut patzte, verbal schon den Laufpass gegeben. "Er war schon nicht akzeptiert, als er noch gar nicht da war und hatte einen schweren Start. Der Schatten von Timo Hildebrand war zudem sehr lang. Dann hat er nicht gut gespielt und es hat sich hochgeschaukelt. Wir warten jetzt das Spiel am Samstag ab, dann werden wir Auskunft geben, wie es weitergeht", sagte der Coach.

Lehmann ist einem Wechsel nach Stuttgart nicht abgeneigt

Damit scheint klar, dass die Zeit von Schäfer, der erst im Sommer 2007 für zwei Millionen Euro vom Bundesliga-Rivalen 1. FC Nürnberg zu den Schwaben gewechselt war, trotz eines Vertrages bis 2011 beim VfB abgelaufen ist.

Als heißer Kandidat auf die Schäfer-Nachfolge gilt Nationaltorhüter Jens Lehmann, dessen Vertrag beim englischen Premier-League-Klub FC Arsenal ausgelaufen ist. "Ja, für den Fall, dass ich weiterspiele, kann ich mir das vorstellen. Der VfB ist schließlich ein etablierter Bundesliga-Verein", sagte Lehmann der "Bild"-Zeitung auf die Frage, ob er sich ein Engagement in Stuttgart vorstellen könne.

Schäfers Berater Steffen Schneekloth betonte indessen, dass es vom Verein keine Signale gebe, sich von seinem Klienten trennen zu wollen: "Schäfer hat einen noch drei Jahre gültigen Arbeitsvertrag, an dem nicht zu rütteln ist. Sollte tatsächlich ein Weltklasse-Torwart wie Jens Lehmann zum VfB kommen, könnte Raphael von dessen Erfahrung bestimmt profitieren."