2008.05.17 Neuss : Deutschland-Achter bei Wedau-Regatta auf Siegkurs

Der Deutschland-Achter hat bei der Wedau-Regatta einen knappen Sieg vor dem China-Achter gefeiert. Der deutsche Meister Marcel Hacker gewann in der Einzelkonkurrenz.

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Der Achter war bei der Regatta in Duisburg das Maß der Dinge

Nach dem enttäuschenden Auftritt beim Weltcup-Auftakt in München war der Deutschland-Achter bei der Wedau-Regatta wieder das Maß der Dinge. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) setzte sich in Duisburg knapp gegen den Achter des Olympia-Gastgebers China durch. In München war das deutsche Vize-Weltmeisterboot als Vierter noch deutlich hinter den drittplatzierten Chinesen gelandet.

"Das war eine deutliche Steigerung gegenüber der Vorwoche, auch wenn wir auf den zweiten tausend Metern taktisch nicht so gut gefahren sind. Daher wurde es noch einmal eng", sagte Schlagmann Bernd Heidicker.

Bundestrainer Dieter Grahn testete in Duisburg eine neue Formation im Großboot, das in Peking die erste olympische Medaille seit zwölf Jahren anpeilt. Mit Stephan Koltzk (Essen), Jörg Dießner (Dresden) und Jan Tebrügge (Osnabrück) ersetzten drei Ruderer aus dem Weltmeister-Achter von 2006 Florian Eichner, Philipp Naruhn (beide Halle/Saale) und den verletzten Jochen Urban (Krefeld). "Mit dieser Formation trainieren wir seit über zwei Jahren. Da ist richtig Zug drin", meinte Heidicker.

Einen Sieg gab es unterdessen auch für den deutschen Meister Marcel Hacker. Der WM-Fünfte aus Frankfurt/Main verwies in einem international zweitklassigen Feld im Finale den Polen Wiktor Chabel und den Mexikaner Patrick Loliger auf die Plätze zwei und drei. "Ich habe die taktischen Vorgaben umgesetzt", erklärte der 31-Jährige, der beim ersten Weltcup nur auf Platz fünf gelandet war. Am Sonntag stehen für den Achter und Hacker in Duisburg weitere Rennen auf dem Programm.