2008.05.18 Neuss : Ahlen unaufhaltsam, RWO peilt den Durchmarsch an

In der Regionalliga Nord ist Ahlen durch ein 1:0 bei Wolfsburg II nur noch theoretisch von den Aufstiegsrängen zu verdrängen. Einen großen Schritt Richtung Aufstieg machte RWO.

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Rot-Weiss Ahlen darf den Aufstiegssekt kalt stellen

Rot-Weiss Ahlen steht ganz kurz vor der Rückkehr in die 2. Bundesliga. Am 36. Spieltag der Regionalliga Nord gewann der Spitzenreiter bei der Reserve des VfL Wolfsburg mit 1:0 (1:0) und hat zwei Spiele vor dem Saisonende ein beruhigendes sechs Punkte-Polster und 17 Tore Vorsprung vor dem ersten Nicht-Aufstiegsplatz, den Fortuna Düsseldorf belegt.

"Dieser Erfolg ist das Allergrößte"

"Das ist eine echte Sensation", sagte der sportliche Leiter Stefan Grädler, der mit vergleichsweise bescheidenen finanziellen Mitteln einen schlagkräftigen Kader zusammengestellt hatte. "Für mich ist dieser Erfolg das Allergrößte", ergänzte der erst 34 Jahre alte Ex-Profi Christian Wück, dessen erste Saison als Cheftrainer gleich mit dem Zweitliga-Aufstieg gekrönt wird.

Bereits unmittelbar nach dem Schlusspfiff in Wolfsburg streiften sich die Ahlener Kicker Aufstiegs-T-Shirts mit der Aufschrift "Sommermärchen 2008" über. Für die Rot-Weissen, die noch auf Platz elf überwintert hatten, war es das 15. Spiel in Serie ohne Niederlage.

Am drittletzten Spieltag profitierte der Tabellenführer von den Punktverlusten der Konkurrenten 1. FC Union Berlin, der sein Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg 1:2 (0:1) verlor, und Fortuna Düsseldorf mit dem 1:1 (1:1) bei Eintracht Braunschweig. Die Fortuna liegt nun sechs, Union sogar sieben Zähler hinter Ahlen. Für beide ist nur noch der zweite Aufstiegsplatz in Reichweite.

RWO stolpert auch in Babelsberg nicht

Einen großen Schritt in Richtung direkter Durchmarsch in die 2. Liga machte der Tabellenzweite Rot-Weiß Oberhausen mit dem 4:1 (3:0)-Auswärtssieg beim Absteiger SV Babelsberg 03. RWO trennen nun vier Punkte von Platz drei. Damit wäre der Aufstieg bei einem Heimsieg am nächsten Spieltag gegen Erfurt (24. Mai) perfekt.

"Wir werden in den letzten beiden Spielen alles versuchen, um oben dran zu bleiben", sagte Fortuna-Trainer Norbert Meier, dessen Mannschaft in Braunschweig nur knapp an einem Sieg vorbei geschrammt war. Der Punktgewinn ist hingegen für die Braunschweiger im Kampf um den Einzug in die eingleisige 3. Liga aller Voraussicht nach zu wenig. Drei Punkte beträgt der Rückstand zum besagten zehnten Tabellenplatz.

Nicht mehr aus eigener Kraft aufsteigen kann auch Berlin nach dem Rückschlag gegen Magdeburg, das zum ersten Mal seit dem elften Spieltag auf Platz zehn rückte und jetzt gute Chancen auf die Drittliga-Qualifikation besitzt.

Dortmund fällt zurück

Kickers Emden machte dank eines 4:1 (1:0)-Heimsieges gegen Borussia Dortmund II ebenfalls einen großen Schritt in Richtung 3. Liga. Der Vorsprung vor Platz elf wuchs auf fünf Punkte, allerdings haben die Ostfriesen schon eine Partie mehr ausgetragen als die Konkurrenten und sind am nächsten Wochenende spielfrei. Die BVB-Reserve fiel auf den zwölften Tabellenplatz zurück.

Rot-Weiss Essen wahrte seine Chance Liga 3 durch einen 2:0 (0:0)-Heimsieg gegen den bereits als Absteiger feststehenden SC Verl. Die Essener rückten auf den elften Platz vor und liegen zwei Punkte hinter Magdeburg. So kommt es am nächsten Samstag zu einem "Endspiel", wenn Magdeburg und RWE aufeinandertreffen.