2008.05.18 Neuss : Faire Hertha darf im UEFA-Cup ran

Hertha BSC Berlin hat die Fairplay-Wertung in der Bundesliga gewonnen und darf damit im UEFA-Pokal antreten. Dies gab die DFL am Sonntag bekannt.

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Marco Pantelic spielt mit Hertha im UEFA-Cup

Der Tabellenzehnte Hertha BSC Berlin erhält für die Saison 2008/09 als Sieger der Bundesliga-Fairplay-Wertung den zusätzlichen Startplatz in der UEFA-Cup-Qualifikation. Das gab die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Sonntag bekannt. 2005 hatte der FSV Mainz 05 als erste und bisher einzige deutsche Mannschaft so das Teilnahmerecht am UEFA-Cup zugesprochen bekommen.

"Wir gratulieren Hertha BSC Berlin ganz herzlich", erklärte DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus: "Aufgabe der DFL ist es in Bezug auf die Fairplay-Wertung lediglich, die Bewertungen der DFB-Schiedsrichter-Manager nach den Vorgaben der UEFA zusammenzuführen und den Sieger bekanntzugeben."

Kriterien bei der Bewertung der besten Mannschaft sind die Anzahl Gelber und Roter Karten, das Verhalten der Klubverantwortlichen und der Zuschauer sowie Respekt gegenüber dem Gegner und dem Schiedsrichter.

Sportlich hatten sich der Hamburger SV, der VfL Wolfsburg sowie DFB-Pokalfinalist Borussia Dortmund (1:2 n.V. gegen Bayern München) für den UEFA-Cup qualifiziert. Der entthronte Meister VfB Stuttgart zog in den UI-Cup ein.

Der zusätzliche Platz für die erste Qualifikationsrunde des UEFA-Cups war der Bundesliga im Losverfahren vor dem UEFA-Cup-Endspiel am Dienstag in Manchester zugelost worden. Auch Dänemark hatte Losglück. Darüber hinaus erhielt England als Sieger der europäischen Fairplay-Wertung einen zusätzlichen Startplatz.

An der Vergabe der drei Extra-Startplätze nahmen die acht in der europaweiten Fairplay-Wertung bestplatzierten Nationen teil. Norwegen, Schweden, Finnland, Frankreich und Spanien gingen leer aus.