2008.05.20 Neuss : Boysen wird Nachfolger von Andersen beim OFC

Nach dem Abstieg in die 3. Liga beginnt der OFC mit einem alten Bekannten. Hans-Jürgen Boysen kehrt zu den Kickers Offenbach zurück und beerbt Trainer Jörn Andersen.

nse
Hans-Jürgen Boysen beerbt OFC-Trainer Jörn Andersen

Zwei Tage nach dem Abstieg der Kickers Offenbach beginnen personelle Veränderung des neuen Drittligisten. Trainer Jörn Andersen und Sportmanager Michael Dämgen werden den Verein verlassen. Andersen sollte noch am Dienstag als neuer Coach von Mainz 05 vorgestellt werden. Der OFC hingegen präsentierte als Nachfolger für den Norweger Andersen Hans-Jürgen Boysen auf einer Pressekonferenz. Der 51-Jährige war im Januar 2006 von den Kickers entlassen worden.

Boysen tritt seine dritte Amtszeit am Bieberer Berg an

Für Boysen ist es die dritte Amtszeit am Bieberer Berg. In seiner zweiten Amtszeit stieg er mit den Kickers in die 2. Liga auf. Erstmals übernahm Boysen zu Beginn der Saison 1997/1998 in Offenbach die sportliche Verantwortung. Seine erste Amtszeit währte bis zum 24. Oktober 1999.

Über die Trainerstationen FC Augsburg, Stuttgarter Kickers, SV Sandhausen und Schweinfurt 05 kehrte er im März 2004 nach Offenbach zurück und führte die Kickers aus der Regionalliga zurück in den bezahlten Fußball. Im Januar 2006 musste er jedoch nach schwachem Saisonstart seinen Hut nehmen. Zuletzt fungierte Boysen als Interimstrainer des Oberligisten SG Sonnenhof Großaspach. Der frühere Bundesliga-Torschützenkönig Andersen, der den Trainerjob bei den Kickers im November 2007 als Nachfolger von Wolfgang Frank übernommen hatte, hatte sich am Montag im Hinblick auf seine Zukunftsplanung noch einen Tag Bedenkzeit erbeten. Unmittelbar nach der Niederlage beim VfL Osnabrück (0:3) am vergangenen Sonntag und dem besiegelten Abstieg hatte Offenbachs Vize-Präsident Thomas Kalt noch erklärt, dass man mit dem Norweger Andersen und Dämgen weitermachen wolle.

Drei Jahre nach dem Aufstieg 2005 traf die Kickers der sportliche Niedergang quasi wie aus heiterem Himmel. 33 Spieltage lang hatte das Andersen-Team auf einem Nicht-Abstiegsplatz gestanden.