2008.05.20 Neuss : Klöden will nie mehr für Deutschland starten

Angefangen mit den Olympischen Spielen in Peking will Radprofi Andreas Klöden nie mehr für Deutschland in den Sattel steigen. Das sagte der 32-Jährige der Gazzetta dello Sport.

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Andreas Klöden

Der seit Jahren in der Schweiz lebende Astana-Radprofi Andreas Klöden will nie wieder für Deutschland starten. Dies gelte auch für die Olympischen Spiele in Peking. Als Grund gab der 32-Jährige gegenüber der italienischen Zeitung Gazzetta dello Sport die kritische Berichterstattung der deutschen Medien über den Radsport in Verbindung mit der Dopingfrage an.

Klöden nahm 2000 und 2004 an den Sommerspielen teil und holte dabei in Sydney Bronze im Straßenrennen hinter Jan Ullrich und Alexander Winokurow (alle Telekom). Wegen des dokumentierten langjährigen Dopings im Bonner Rennstall überprüft das IOC inzwischen die mögliche Aberkennung der Medaillen.

Sieg bei Tour de Romandie

Klöden, Tour-Zweiter von 2004 und 2006, wurde im Gegensatz zu Ullrich und Winokurow nie positiv getestet. Er wechselte 2007 zu Astana und musste die Tour nach dem Dopingfall von Kapitän Winokurow vorzeitig beenden. Seine Teilnahme an der WM in Stuttgart sagte er wegen Verletzung kurzfristig ab.

Beim derzeitigen Giro d'Italia zählt Klöden zum erweiterten Favoritenkreis. Kurz zuvor hatte er als erster Deutscher die schwere Tour de Romandie gewonnen.