2008.05.21 Neuss : Energie Cottbus fährt Rekordgewinn ein

Das Geschäftsjahr 2006/07 war für Energie Cottbus finanziell das erfolgreichste der Vereinsgeschichte. Der Klub erwirtschaftete einen Gewinn von rund 9 Millionen Euro brutto.

pk
Freut sich über einen Rekordgewinn: Energie-Präsident Ulrich Lepsch

Bundesligist Energie Cottbus hat im Geschäftsjahr 2006/07 so richtig abgeräumt und den höchsten Gewinn der Vereinsgeschichte eingefahren. Der Klub erwirtschaftete vor Steuern einen Gewinn von rund 9 Millionen Euro und geht die neue Saison mit einem Guthaben auf dem Konto an. Das verkündete Energie-Präsident Ulrich Lepsch am Mittwochabend auf der Jahreshauptversammlung.

Die Einnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 80 Prozent, während die Ausgaben nur um 40 Prozent zunahmen. "Wir können erstmals seit zehn Jahren wieder ein positives Vereinsvermögen bilanzieren", sagte Lepsch, der hofft, dass der Klub nach dem gesicherten Klassenerhalt die Lizenz für die Spielzeit 2008/09 ohne Auflagen und Bedingungen erhält. Geplant wird mit einem Etat von rund 23 Millionen Euro.

"Die Mannschaft hat sich unter Bojan Prasnikar enorm weiterentwickelt und immer an ihre Fähigkeiten geglaubt", lobte der Präsident und versprach den Fans, weiter in das Team zu investieren. Dafür sollen die Leistungsträger gehalten und Verstärkungen gezielt verpflichtet werden. "Der Klassenerhalt ist dabei erneut unser Ziel", erklärte Lepsch.

Stadion soll endlich geschlossen werden

Auch im Stadion wird es Investitionen geben. So soll die Südtribüne erneuert werden. Dann hätte der einzige ostdeutsche Bundesliga-Klub erstmals eine geschlossene Fußball-Arena.

Im Interview mit der Lausitzer Rundschau hatte sich Lepsch zuvor unzufrieden über die eigene Nachwuchsarbeit geäußert: "Dafür, dass wir so viel Geld in die Nachwuchsförderung stecken, kommt da zu wenig raus." Es sei eigentlich eine Pflichtaufgabe, die Nachwuchsförderung zu refinanzieren, indem pro Saison ein oder zwei Spieler den Sprung in die erste Mannschaft schaffen, meinte der Vereinsboss und regte an, bei der Auswahl der Talente strenger zu sein.

Kritik übte er auch am Verkauf der Lederhosenauszieher-Shirts nach dem 2:0-Erfolg gegen Rekordmeister Bayern München: "Die Aktion fand ich nicht gut. So etwas können wir uns nicht anmaßen. Das haben wir aber auch intern ausgewertet." Die 3000 Shirts waren binnen kürzester Zeit vergriffen.