2008.05.24 Neuss : Deutschland bei Champions-Trophy im Finale

Deutschlands Hockey-Frauen sind in das Finale der Champions-Trophy in Mönchengladbach eingezogen. Gegen Finalgegner Argentinien reichte den Olympiasiegerinnen ein 0:0.

jam
Deutschland steht im Finale

Deutschlands Hockey-Frauen greifen beim Heimspiel in Mönchengladbach nach ihrem zweiten Sieg bei der Champions Trophy. Der Olympiasieger und Europameister zog am Samstag durch ein 0:0 im letzten Vorrundenspiel gegen Ex-Weltmeister Argentininen ins Finale am Sonntag (15.00 Uhr) ein, in dem erneut "Las Leonas" (die Löwinnen) der Gegner sind. Weltmeister Niederlande war damit schon vor seinem letzten Vorrundenspiel gegen Rekord-Trophysieger Australien aus dem Rennen ums Finale.

"Wir freuen uns, dass wir im Endspiel sind. Dort fallen dann hoffentlich auch ein paar Tore für uns", sagte Bundestrainer Michael Behrmann, für dessen Team die 16. Auflage des renommierten Turniers der sechs weltbesten Mannschaften die Generalprobe für die Olympischen Spiele in Peking (8. bis 24. August) ist. Dort wollen die DHB-Frauen den Olympiasieg von Athen 2004 wiederholen

Kein Nicht-Angriffspakt

"Im Finale geht es wieder von vorne los. Beide Mannschaften haben die Chance, die Champions Trophy zu gewinnen", sagte Behrmann, der sich über die Unterstützung von den 3000 Fans auf den Rängen freute: "Für die Frauen ist das ein toller Zuschauer-Zuspruch, und wir würden uns freuen, wenn im Finale vielleicht noch ein paar Fans mehr kommen."

Durch das 0:0 zwischen Deutschland und Argentinien, das beiden Teams zum Finaleinzug reichte, war in Mönchengladbach Weltmeister und Titelverteidiger Niederlande schon vor seinem letzten Spiel gegen Rekordgewinner Australien aus dem Rennen. Einen Nicht-Angriffspakt bekamen die Zuschauern im Gladbacher Hockey-Park, wo 2006 die deutschen Männer Weltmeister geworden waren, aber trotz der Ausgangsposition nicht zu sehen.

Torhüterin Frank in guter Form

"Beide Mannschaften haben versucht, zu gewinnen und hatten auch einige Möglichkeiten, ein Tor zu machen", sagte Behrmann. Seine Mannschaft baute ihr Spiel kontrolliert auf, nutzte aber ihre Torgelegenheiten und ihre Strafecken nicht zu einem Treffer. In der Defensive war dagegen Verlass auf die Kölner Torhüterin Yvonne Frank, die mit mehreren guten Paraden ein Tor der Argentinierinnen verhinderte.

Die beste Chance hatte die Kölnerin Christina Schütze, dessen Stecher aber noch von einer argentinischen Abwehrspielerin abgeblockt wurde (46.). Ein Stecher von Kapitän Marion Rodewald, die nach drei Spielen Pause wegen einer Grippe ins Team zurückgekehrt war, flog knapp übers Tor (53.). Maike Stöckel, wie Schütze und Rodewald aus Köln, hatte zwar einmal den Ball über die Torlinie gebracht (32.), allerdings mit dem Oberschenkel anstatt mit dem Schläger, so dass der Treffer nicht zählte.