2008.05.25 Neuss : Boston setzt "schwarzer Serie" ein Ende

Alle sieben Spiele in fremden Hallen hatten die Boston Celtics in den NBA-Play-offs 2008 verloren. Spiel drei des Halbfinals bei den Detroit Pistons brachte mit dem 94:80 die Wende.

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Kevin Garnett war bester Schütze der Celtics

Die Boston Celtics haben ihren "Auswärtsfluch" in den Play-offs der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA besiegt und ihre Chancen auf den Einzug ins Finale gewahrt. Der Vorrunden-Primus machte die erste Heimschlappe der K.o.-Runde gegen die Detroit Pistons in den Eastern Conference Finals vom Donnerstag postwendend mit einem sicheren 94:80 in der "Motor City" wieder wett und liegt in der Serie "best-of-seven" mit 2:1 vorne. Spiel vier findet am Montag ebenfalls in Detroit statt.

In beiden vorherigen Play-off-Runden hatte Boston über die volle Distanz gehen müssen, weil man in fremden Hallen sämtliche Spiele verloren hatte. In Detroit übernahmen die Celtics, angeführt vor einem starken Kevin Garnett, der insgesamt 22 Punkte, 13 Rebounds und sechs Assists ablieferte, von Beginn an die Kontrolle. Acht Punkte betrug die Führung nach einem 11:0-Lauf zu Beginn und weiteren unbeantworteten zehn Zählern in der Schlussphase zum Ende des ersten Viertels, 18 gar zur Pause.

Billups mit schwachem Auftritt

Zwar konnten die Gastgeber den Rückstand bis drei Minuten vor Spielende von zwischenzeitlich 24 noch einmal auf neun Punkte reduzieren, doch Garnett und Ray Allen (14 Punkte) brachten den Sieg für Boston in trockene Tücher. Bester Schütze der Pistons war Richard Hamilton mit 26 Punkten, Rodney Stuckey steuerte weitere 17 Zähler bei. An Pistons-Star Chauncey Billups ging das Spiel derweil komplett vorbei. Der Guard, der in der Vorrunde einen Punkteschnitt von 17 und in den Play-offs von bislang 15,5 pro Spiel erreichte, kam lediglich auf sechs Zähler.

"Wir wollten aggressiv beginnen und das Publikum aus dem Spiel nehmen. Detroit ist ein starkes Heimteam, und wenn dann ein guter Start das Publikum mitreißt, wird es für uns ganz schwer", erklärte Bostons Forward Paul Pierce nach der Begegnung.