2008.05.27 Neuss : Rainer Beeck ist neuer "Löwen"-Präsident

Rainer Beeck ist vom Aufsichtsrat des Zweitligisten 1860 München zum neuen Präsidenten bestellt worden. Er tritt bei den "Löwen" die Nachfolge von Albrecht von Linde an.

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1860 München hat einen neuen Präsidenten

Zweitligist 1860 München hat einen neuen Präsidenten. Der 45 Jahre alte Diplom-Betriebswirt Rainer Beeck wurde vom Aufsichtsrat der "Löwen" zum neuen Präsidenten bestellt und tritt die Nachfolge von Albrecht von Linde an, der nur 14 Monate im Amt war. Zu der künftigen Vereinsführung zählen als Vize-Präsidenten Michael Hasenstab (38) sowie weiterhin Franz Maget (54). Das neue Präsidium wurde einstimmig vom Aufsichtsrat gewählt.

Beeck, Prokurist der Münchner Flughafen GmbH und bereits seit November 2007 Mitglied im Aufsichtsrat der "Löwen", kündigte an, den Verein "neu positionieren" zu wollen. Ein wichtige Rolle soll dabei Stefan Reuter spielen: Der ehemalige Nationalspieler, zuständig für die sportlichen Belange, wird in Zukunft alleiniger Geschäftsführer sein. "Unser ganzes Vertrauen gilt ihm", sagte Beeck.

Hasenstab und Maget weitere Präsidiumsmitglieder

Das dreiköpfige Präsidium komplettieren der promovierte Volkswirt und Investmentbanker Michael Hasenstab sowie nach wie vor Franz Maget, Vorsitzender der SPD in Bayern. Nach dem Rücktritt von von Linde soll der ehemalige Trainer und bisherige Vize-Präsident Karsten Wettberg einen Platz im Aufsichtsrats erhalten. Dies wurde von dem Gremium bereits einstimmig beschlossen.

Die Führungskrise bei den "Löwen" hatte sich zugespitzt, nachdem Finanz-Geschäftsführer Stefan Ziffzer nach dem vorletzten Spieltag und dem geglückten Klassenverbleib von Linde öffentlich heftig angegriffen und diesen dabei unter anderem als "Schande" bezeichnet hatte. Ziffzer war daraufhin vom alten Präsidium entlassen worden, eine Wiedereinstellung schloss Beeck aus.

Kapitalbeschaffung wichtigster Punkt

Das neue Präsidium will nun umgehend die "Baustellen" des finanziell angeschlagenen Klubs schließen. Dringlich sei vor allem die Beschaffung von Kapital, damit "Reuter handeln kann", betonte "Vize" Maget. Reuter wiederum räumte ein, dass die Zusammenstellung der neuen Mannschaft bislang aufgrund der Führungskrise nicht recht vorangegangen sei: "Wir sind relativ spät dran."

Beeck versicherte darüber hinaus, dass Geschäftsführung und Präsidium der "Löwen" künftig "mit einer Stimme sprechen wollen". Die Zwistigkeiten in der Führung, die auch die Auseinandersetzungen verschiedener Fan-Interessen widerspiegelten, sollen damit beendet werden.