2008.06.02 Neuss : Favre bleibt und nimmt Pantelic in die Pflicht

Lucien Favre will auch künftig Trainer bei Hertha BSC bleiben. Die Rückkehr in die Schweiz sei für ihn nie ein Thema gewesen. Zudem nahm der Coach Marko Pantelic in die Pflicht.

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Logo von Hertha BSC Berlin

Hertha-Trainer Lucien Favre hat signalisiert, auch in der kommenden Saison auf der Trainerbank in Berlin sitzen zu wollen. Eine vorzeitige Rückkehr in seine schweizerische Heimat sei trotz aller Probleme nie ein Thema gewesen: "Ich wollte nie zurück. Ich bin bereit zu kämpfen und gebe mir in Berlin die Zeit bis 2010", sagte der 50-Jährige dem kicker und fügte hinzu: "Ich bin keiner, der davonläuft, wenn´s kritisch wird."

Der ehemalige Coach des FC Zürich räumte ein, dass es zu Beginn seines Engagements in Berlin im Juni letzten Jahres Schwierigkeiten gegeben hätte: "Für mich war es schwer am Anfang. Wir hatten wenig Zeit in der Transferperiode letzten Sommer, das war nicht optimal. Aber jetzt bin ich angekommen." In der nächsten Spielzeit soll mehr als Platz zehn herausspringen: "Wir werden Richtung UEFA-Cup-Plätze angreifen."

Bei Stürmer Marko Pantelic, mit dem Hertha seit Monaten um einen Vertrag über das Jahr 2009 hinaus pokert, sieht Favre Verbesserungsmöglichkeiten: "Er ist stark vor dem Tor, er trifft. Ich sehe seinen Wert für Hertha, ich bin nicht dumm. Aber er kann noch mehr für die Mannschaft leisten - etwa in puncto Ballhalten."

Gerüchte, wonach der Trainer sowohl Pantelic als auch Abwehrspieler Josip Simunic abgeben wolle, trat Favre entgegen: "Beide haben Vertrag, mit beiden habe ich kein persönliches Problem. Simunic ist von den Anlagen einer der besten Verteidiger der Liga. Aber klar ist auch, dass er eine Schwächephase hatte."